Ausgangsbeschränkungen aufgrund von Covid-19 haben deutliche Auswirkungen

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden bei den Gewerbeämtern in Bayern im März 2020 insgesamt 5 777 Neugründungen und 4 659 vollständige Aufgaben gemeldet. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres ist die Zahl der Neugründungen damit um 29,8 Prozent und die Zahl der vollständigen Aufgaben um 24,5 Prozent eingebrochen. Neben der sich generell eintrübenden Wirtschaftslage ist dieser Einbruch auch auf die Schließung der Gewerbeämter für den Publikumsverkehr in Folge der Ausgangsbeschränkungen zurückzuführen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, registrierten die bayerischen Gewerbeämter im März 2020 insgesamt 5 777 Neugründungen und 4 659 vollständige Aufgaben von Gewerbebetrieben. Damit fällt die Zahl der Neugründungen gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 29,8 Prozent geringer aus. Die Zahl der vollständigen Aufgaben fällt im Vergleich um 24,5 Prozent geringer aus. Insbesondere die Ausgangsbeschränkungen vom 20. März 2020 und die Schließung der Gewerbeämter für den Publikumsverkehr dürften für diesen Einbruch verantwortlich zeichnen. Der insgesamt stärkere Rückgang in den Neugründungen gegenüber den vollständigen Aufgaben deutet dagegen bereits eine allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Lage an.

Den stärksten Rückgang in der Zahl der Neugründungen verzeichneten das Gast- und das Baugewerbe. Während das Gastgewerbe in Bayern im März 2019 noch 480 Neugründungen aufwies, sank die Zahl der Neugründungen im März 2020 auf 260, ein Rückgang um 45,8 Prozent. Im Baugewerbe sank die Zahl der Neugründungen von 965 im März 2019 auf 541 im März 2020, ein Rückgang um 43,9 Prozent.

Die Gesamtzahl aller Gewerbeanmeldungen lag mit 7 364 Anmeldungen im März 2020 um 28,3 Prozent niedriger als im März 2019 (10 267 Anmeldungen). Auf Ebene der Regierungsbezirke zeigten sich dabei nur geringfügige Abweichungen. Insgesamt wurden im März 2020 zwischen 22,3 Prozent (Regierungsbezirk Niederbayern) und 37,9 Prozent (Regierungsbezirk Oberpfalz) weniger Gewerbeanmeldungen als im März 2019 registriert. Die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen sank im März 2020 im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres von 8 066 auf 6 158 um rund 23,7 Prozent.

Während im März 2019 in Bayern noch 2 201 Gewerbe mehr an- als abgemeldet wurden, sank dieser Überhang im März 2020 auf 1 206 Gewerbe. Im Regierungsbezirk Oberfranken zeigte sich dabei mit nur sieben mehr Gewerbean- als -abmeldungen der geringste Überhang im März 2020, verglichen mit einem Überhang von 139 im März des Vorjahres.

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