Auf den Spuren des Job- und Innovationsmotors Mittelstand

Die Veranstaltungsreihe würdigte in diesem Jahr die Verdienste des Mittelstandes im Landkreis Passau. Es ist bereits gute Tradition, dass sich Landrat Franz Meyer im Rahmen der Wirtschaftswoche den unternehmerischen Leuchttürmen der Region widmet. Koordiniert wurde die Veranstaltungsreihe auch dieses Jahr wieder von der Sachgebietsleiterin Standortmarketing, Heidi Taubeneder.

Der Mittelstand ist der Motor der Wirtschaft im Landkreis Passau. Er sorgt für hohe Beschäftigung und Produktivität. Die meisten einheimischen Mittelständler sind Familienunternehmen, Inhaber geführt, und zeichnen sich durch eine langfristig orientierte Geschäftspolitik, stabile Kundenbeziehungen, eine stete Personalpolitik und eine starke Bindung zur Region aus. Die Unternehmen zählen zu den innovativsten im Landkreis Passau. Sie setzen auf solide Finanzierungsmodelle und beschäftigen einen Großteil der Auszubildenden, die Fachkräfte von morgen. Die hohe Eigenkapitalquote und eine behutsame Expansionsstrategie ermöglichen mittel- und langfristige Investitionen.

(Foto: Landratsamt Passau)

Erster Betrieb, den die hochrangige Delegation um Landrat Meyer besuchte, war die Firma FTF, Fenster Türen Freund, im Gewerbegebiet Hutthurm. Sechs Millionen Euro investierte Geschäftsführer Gottfried Freund in den neuen Standort: in Verwaltungsgebäude und Produktionshallen, aber auch in Automation und Digitalisierung. Aktuell beschäftigt der Handwerksbetrieb knapp 50 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von über fünf Millionen Euro. 350 Tonnen Glas verbaut FTF in Fenstern und Türen pro Jahr, das entspricht einer Gesamtfläche von 12.000 qm.

Einen weiteren Höhepunkt der Wirtschaftswoche bildete der Besuch bei Bayerns modernstem Rechenzentrum. Die HARTL Group aus Hofkirchen betreibt das Energie effizienteste und sicherste IT-Zentrum in Bayern. „Unsere Schwerpunkte im Wachstumssegment unternehmensnahe Dienstleistungen sind Datacenter, IT-Leistungen sowie komplexe Branchenlösungen“, berichtete Geschäftsführer Peter Hartl.

Die Genießerbäckerei Pilger aus Breitenberg besticht seit vielen Jahren durch ehrliches Handwerk, hohe Innovationskraft und herausragende Produkte. Die Genusssemmel besitzt die Hochschulreife der Universität Graz. In Kooperation mit der Hochschule hat die Genießerbäckerei Pilger eine weiße Semmel mit dem Vitamin- und Nährstoffgehalt eines Vollkorngebäcks entwickelt. Auch andere Produkte, wie etwa den Uralaib, backt die Bäckerei mittlerweile mit dem wundervollen Keimkraftmehl. Alle Brote entstehen in BIO-Qualität. Eine Genusstour durch die Bäckerei stand am zweiten Tag an.

Des Weiteren besuchte Landrat Franz Meyer eine Informationsveranstaltung im Salzstadel der Berufsschule in Vilshofen. Im Mittelpunkt der Abendveranstaltung stand das Thema Karriere mit Lehre. Eine gemeinsame Diskussionsrunde von Landrat Meyer mit den HWK- und IHK-Vizepräsidenten Richard Hettmann und Christian Hatz wies auf die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in Handwerk und Industrie hin sowie die Aufstiegschancen bis in die obersten Führungsebenen. Dezidiert verwies man auf die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung. Vertreter der Kammern zeigten den zahlreich anwesenden jungen Menschen und deren Eltern Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung auf. Zum Abschluss konnten sie sich an Gesprächsinseln tiefer gehend informieren.

(Foto: Landratsamt Passau)

Auch eine Stippvisite auf der Münchner Handwerksmesse stand auf dem Programm. Unter dem Motto ‚Landrat trifft Wirtschaft‘ stattete Franz Meyer zusammen mit HWK-Vizepräsident Richard Hettmann und Heidi Taubeneder den Messeständen der Landkreis-Firmen in der Landeshauptstadt einen Besuch ab.

Am letzten Tag der Wirtschaftswoche besuchte die Delegation um Landrat Meyer das HWK-Bildungszentrum in Passau-Auerbach. Leiter Josef Sailer führte durch verschiedene Lehr-Werkstätten. Das Ausbildungszentrum beeindruckt durch modernste technische Ausstattung. Den Abschluss bildete ein Weißwurstfrühstück und eine Diskussionsrunde mit angehenden Meistern. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit ihrer Berufswahl und den Karrierechancen im Handwerk. Hervorgehoben wurde auch das Förderinstrument des Meister-Bafögs.

Landrat Franz Meyer zog am Ende ein überaus positives Fazit der WirtschaftsWoche. Lernen, Wohnen und Arbeiten – dieser Dreiklang müsse die Wirtschaftsregion Passau auch in Zukunft auszeichnen. Mit der diesjährigen Wirtschaftswoche würdigte man den Job- und Innovationsmotor Mittelstand. Die Region müsse weiterhin selbstbewusst und offensiv nach Außen auftreten.