Virtuelles Azubi-Speed-Dating in der Realschule Maria-Ward in Vorbereitung

Die Vorbereitungen im EDV-Raum laufen: v.l. Rainer Unrecht (Gesundheitsregionplus), Christian Grantner (Schulleiter Realschule Maria Ward), Steffi Schreiner (Beratungslehrerin Realschule Maria Ward), Sabrina Baumann (Agentur für Arbeit) und Lukas Stylianos (Regionalmanagement Deggendorf). Für das Bild wurde die Maske abgenommen (Foto: Regionalmanagement Deggendorf)

Deggendorf. Am 14. und 15. Oktober 2021 startet das Projekt „Azubi-Speed-Dating 2021“ – aufgrund Corona im virtuellen Format. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Realschule in Deggendorf die Gelegenheit, örtliche Einrichtungen im Bereich Gesundheit und Soziales in persönlichen Gesprächen kennenzulernen.

Organisiert wird das virtuelle Azubi-Speed-Dating vom Schuldirektor Christian Grantner, Beratungslehrerin Steffi Schreiner, Lukas Stylianou vom Regionalmanagement Deggendorf und Rainer Unrecht von der Gesundheitsregionplus Landkreis Deggendorf.

Grantner befürwortet das Projekt: „Wir möchten unseren Schülerinnen die Möglichkeit bieten, in persönlichen Gesprächen mit Personalverantwortlichen vor Ort in Kontakt zu treten. Dafür ist das virtuelle Format in Corona-Zeiten ideal“.

Insgesamt 48 Schülerinnen – also die komplette 10. Klasse – nehmen an am Programm teil. In 10-minütigen 1:1 Gesprächen lernen sich Personalverantwortliche und Schüler virtuell kennen und ziehen dann weiter zum nächsten „Date“. Im EDV-Raum der Maria-War-Schule ist jedem PC-Tisch eine Einrichtung zugeordnet, d.h. hinter jedem PC-Bildschirm sitzt ein Personalvertreter. Lediglich die Schüler wechseln also vor Ort den Tisch samt eigenem Mikro und Headset. Die Gespräche an sich erfolgen ohne Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse oder sonstige Leistungsnachweise. Es sollen lediglich die persönlichen Eindrücke in die Bewertung einfließen.

Nach jedem Gespräch füllen die Beteiligten einen Matching-Bogen aus und kreuzen an, ob sie sich für den Gegenüber (Schüler oder Einrichtung) interessieren. Bei beidseitigem Interesse entsteht ein sogenanntes „Match“. „Die Aktion soll sich für die Schülerinnen aber auch für die Einrichtungen lohnen: Bei einem passenden „Match“, also einer gegenseitigen Zustimmung beider Seiten, erhalten Schüler und Unternehmen im Nachgang die Gelegenheit sich gegenseitig auszutauschen, z.B. in einem Vorstellungsgespräch.“ so Unrecht.

Die teilnehmenden Einrichtungen decken ein breites Gebiet des Gesundheitssektors ab: von Pflege (ambulant und stationär), Krankenhaus und Rettungsdienst bis hin zur Apotheke, Physiotherapie oder Hausarztpraxis. Mit dabei sind das DonauIsar Klinikum Deggendorf, das Bezirksklinikum Mainkofen, der BRK Kreisverband Deggendorf, der ambulante Pflegedienst Helmer, die Berufsfachschule für Physiotherapie Deggendorf, die TH Deggendorf (Studiengang Physio Dual), die Bahnhofapotheke und Antonius-Apotheke sowie die Gemeinschaftspraxis Bayerwald und Hausarztpraxis Dr. Schnabel.

Aktuell laufen die letzten Vorbereitungen. Für die Schüler wurden spezielle Mappen erstellt, um sich auf den Ablauf vorbereiten und sich über die beteiligten Einrichtungen mittels Unternehmenssteckbriefe informieren zu können. Auf die Frage, was die Schülerinnen denn mit „Gesundheitsberufen“ verbinden, fielen die unterschiedlichsten Antworten, wie etwa Verantwortung, Kompetenz, Teamarbeit, Empathie und Arbeit am Menschen. Die Schülerinnen erkannten: die Branche der Gesundheitsberufe ist wichtig für die Gesellschaft, und vor allem ist sie eine Branche mit Zukunft. Auch Sabrina Baumann von der Agentur für Arbeit begleitet das Projekt im Rahmen der Berufsorientierung und teilte den Schülerinnen praktische Tipps und Techniken während des virtuellen Gesprächs mit: dazu zählen u.a. eine passende Kleidung und Körperhaltung sowie das Vorbereiten von geeigneten Fragen. Für die technische Vorbereitung unterstützt Alexander Zitt von der TH Deggendorf (Referat Digitalisierung & Innovative Lehre) die Aktion.