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Donnerstag, Februar 29, 2024
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Preisbereinigter Umsatz bayerischer Großhändler nimmt im ersten Halbjahr 2022 zu

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Große Differenzen zwischen nominaler und realer Umsatzentwicklung innerhalb der Wirtschaftsgruppen des Großhandels

Fürth / Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik berichtet, steigt der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowohl im bayerischen Produktionsverbindungshandel als auch im Konsumtionsverbindungshandel: Der Umsatzzuwachs beträgt im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel) nominal knapp 24 Prozent und real 1,7 Prozent. Im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) liegt die Umsatzsteigerung verglichen zum ersten Halbjahr 2021 bei nominal 11,3 Prozent und preisbereinigt 2,7 Prozent.

Neben dem Umsatz nimmt im Halbjahresvergleich auch die Beschäftigtenzahl zu. Diese erhöht sich im Konsumtionsverbindungskanal mit 3,7 Prozent prozentual stärker als im Produktionsverbindungskanal (+1,8 Prozent). Auch in der Handelsvermittlung steigen nominaler und realer Umsatz sowie Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Der nominale Umsatz erhöht sich dort um über 17 Prozent, der preisbereinigte Umsatz um fast zehn Prozent und die Zahl der Beschäftigten wächst um über fünf Prozent.

Im gesamten bayerischen Großhandel zeigen sich innerhalb der Wirtschaftsgruppen große Differenzen zwischen der nominalen und realen Umsatzveränderung. Diese Differenzen spiegeln die hohe Preissteigerung im Großhandel wider. Besonders stark läuft die nominale Umsatzsteigerung der realen, rückläufigen Umsatzentwicklung im „Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren“, im „Sonstigen Großhandel“ sowie im „Großhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt“ entgegen.

Auch im Juni 2022 läuft die Entwicklung zwischen nominaler und realer Umsatzveränderung im bayerischen Großhandel auseinander. So steigt der nominale Umsatz des Großhandels (enschließlich der Handelsvermittlung) im Vergleich zum Juni des Vorjahrs um 13,6 Prozent, sinkt jedoch preisbereinigt um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat.

Eine nominale Umsatzsteigerung bei realer Umsatzminderung im Vergleich zum Juni 2021 verzeichnet auch der Konsumtionsverbindungskanal. Der Umsatz im Produktionsverbindungskanal und in der Handelsvermittlung erhöht sich im Juni 2022 zum Vorjahresmonat sowohl nominal als auch real. Die Differenz zwischen nominaler und realer Steigerung ist dabei im Produktionsverbindungskanal sichtlich hoch. So nimmt der nominale Umsatz im Juni 2022 verglichen zum Juni 2021 um knapp 20 Prozent zu, während der reale Umsatz nur geringfügig mit 0,2 Prozent im Plus liegt. Die Beschäftigtenzahl im bayerischen Großhandel (einschließlich Handelsvermittlung) wächst unterdessen im Juni 2022 im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres um 2,2 Prozent. Stark nimmt die Zahl der Beschäftigten in der Handelsvermittlung zu (4,6 Prozent).

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