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Sonntag, Juni 23, 2024

Knorr-Bremse öffnet seine Tore für das Ilzer Land Unternehmernetzwerk

Lesestoff

„Informativer Einblick“ in das Unternehmen samt Werksführung

Das Ilzer Land Unternehmernetzwerk, zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Passau und Freyung-Grafenau, konnte kürzlich einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des modernen Produktionsstandorts des innovativen Unternehmens Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH in Aldersbach werfen. Der Sprecher des Unternehmernetzwerks, Jürgen Greipl, und der Bürgermeister von Saldenburg, Max, König, bedanken sich herzlich: „Einen so spannenden und informativen Einblick in die Produktions- und Arbeitsabläufe eines so großen Unternehmens live zu bekommen, ist schon ein Erlebnis.“

Seit über vier Jahrzehnten wichtiger Arbeitgeber in der Region

Werkleiter Gerhard Schwarz gab zunächst einen wertvollen Überblick über das Unternehmen, welches seit nunmehr 44 Jahren in Aldersbach die Wirtschaftsstruktur des Landkreises Passau prägt und mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort einer der wichtigsten Arbeitgeber ist. Begonnen hatte die Geschichte des Standorts Aldersbach am 1. Februar 1980, als die damalige Knorr-Bremse Gesellschaft Süddeutsche Bremsen AG in der 4.300-Einwohner-Gemeinde eine stillgelegte Halle mit 2.500 Quadratmetern Produktionsfläche kurzfristig anmietete und ein Jahr später erwarb. Mit anfänglich 35 Mitarbeitern fertigte Knorr-Bremse in Aldersbach zunächst Bremsventile für Schienenfahrzeuge.

Hoher Qualitätsanspruch stärkt Technologieführerschaft des Standorts

Die Fabrik hat sich in den letzten Jahren zum umsatzstärksten Produktionsstandort für
Scheibenbremsen und elektronische Bremssysteme für Nutzfahrzeuge in Europa entwickelt. Es werden hier bis zu 7.000-8.000 Bremssättel pro Tag sowie komplexe mechatronische Systeme gefertigt, die weltweit zum Einsatz kommen. Nicht ohne Stolz erklärt Schwarz: „Die Turnrate, also wie oft sich der Lagerbestand dreht, beträgt in Spitzenzeiten über 32.“ Das Rezept für den Erfolg sieht Schwarz u.a. in der hohen Diversität in Produkten und Prozessen der Mechatronik. Zudem sind auch Qualitätsanspruch und Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem so sicherheitsrelevanten Produkt wie der Bremse entscheidend. Aktuell befinden sich allein ca. 75 Personen in Qualitätsfunktionen.

Darüber hinaus stärkt die Rolle als auszubildender Betrieb die Technologieführerschaft des Standorts, Probleme mit Fachkräftemangel kennen sie kaum. Alles in allem sieht Schwarz die Zukunft für das Produkt Bremse auch trotz der Transformation in der Branche rosig: „Die Bremse bleibt auch beim E-Lkw oder für das automatisierte Fahren drin, für die Notbremssituationen.“

Erlebnis Werksführung

Ein besonderes Highlight war die nachfolgende Werksführung: Die Besuchergruppe durfte die neuesten Technologien zur Bremssteuerung, Fahrsicherheit, Luftaufbereitung und Getriebesteuerung aus nächster Nähe begutachten. Industrie 4.0 Anwendungen und die Digitalisierung werden hier hauptsächlich eingesetzt zur Steigerung der Effizienz und Qualität. So wird die Produktion aktuell auch von einem kollaborierenden Roboter im Rahmen eines Versuchsprojekts unterstützt und die Materialzuführung über Kanban-Systeme gesteuert.

Ausklang in der Kantine

Den inspirierenden Abend ließen die Teilnehmer in der Kantine der Knorr-Bremse bei gutem Essen und guten Gesprächen ausklingen. Der Wirtschaftskoordinator des Ilzer Landes, Michael Hasenberger, freute sich über den gelungenen Austausch und kündigte an: „Im Sommer organisieren wir ein grenzüberschreitendes Treffen im tschechischen Krumau.“

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