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Sonntag, April 14, 2024

Erdgastankstelle der Stadtwerke Passau GmbH schließt zum 1. März 2023

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Die Stadtwerke Passau GmbH (SWP) betreibt seit mehreren Jahren eine auch öffentlich nutzbare Erdgastankstelle, an der ursprünglich auch Busse eines Linienbetreibers getankt haben. Dieser tankt jedoch schon lange nicht mehr bei der SWP. Insgesamt sind die verkauften Erdgasmengen in den letzten Jahren deutlich rückläufig.

Der Betrieb der Erdgastankstelle ist seit mehreren Jahren nicht wirtschaftlich. Entsprechend des prognostizierten Ergebnisses 2023 müsste der Verkaufspreis extrem erhöht werden, um die Erdgastankstelle zumindest kostendeckend betreiben zu können. Hierfür sind vor allem die steigenden Strom- und Gasbeschaffungskosten, sowie steigende Netzentgelte verantwortlich. Weiterhin stehen u. a. kostenintensive Neu-/Ersatzinvestitionen an, zu deren Refinanzierung ein weiterer Preisanstieg erforderlich wäre.

In die Bewertung einer möglichen Neu-/Ersatzinvestition muss auch die deutliche Tendenz beim Thema „alternative Antriebe“ beachtet werden, die ganz klar in Richtung Elektro- und Hybridmodelle zeigt. Aufgrund dieses Sachverhalts hat sich die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Passau GmbH entschieden, die Erdgastankstelle zum 1. März 2023 zu schließen.

Hintergrundinformation

Information des ADAC (https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/erdgas/, Stand: 20. Januar 2023):

Hinsichtlich alternativer Antriebe geht der Weg ganz klar in Richtung Elektro- und Hybridmodelle. Deshalb bieten derzeit lediglich Marken des VW-Konzerns CNG-Modelle ab Werk an. Allerdings hat VW inzwischen angekündigt, für alle seine Marken zukünftig keine neuen CNG-Modelle mehr zu entwickeln. Skoda hat dagegen beschlossen, seine Erdgas-/CNG-Fahrzeuge auslaufen zu lassen. In Deutschland werden sie schon nicht mehr angeboten. Was übrigens nichts mit dem Ukraine-Krieg und der Gaskrise zu tun hat, sondern vielmehr mit mangelnder Nachfrage. Auch Fiat hat viele Jahre an Erdgasfahrzeugen festgehalten, doch nun stehen auch hier die Zeichen auf Elektro. Aktuell sind von Fiat keine CNG-Modelle mehr zu bekommen.

Auf dem Markt sind sogenannte bivalente und monovalente Fahrzeuge erhältlich:

  • Bivalente Fahrzeuge können wahlweise mit CNG oder Benzin betrieben werden. Im Standardmodus läuft der Motor mit Erdgas, bei leerem Tank wird automatisch auf Benzin umgeschaltet. Der Fahrer kann dies aber auch manuell steuern.
  • Monovalente Fahrzeuge sind auf CNG optimiert. Dessen voller Energiegehalt (130 Oktan im Vergleich zu 95 Oktan bei Superbenzin) kann über entsprechend höher verdichtete Motoren voll ausgenutzt werden. Zusätzlich steht als Reserve und zum Starten ein kleiner Benzintank zur Verfügung.

Fazit des ADAC

So wie es aussieht, sind CNG-/Erdgasfahrzeuge ein Auslaufmodell. Die mangelnde Nachfrage lässt die Hersteller das Angebot zusammenstreichen.

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