Arbeitslosigkeit stagniert bei 4,9 Prozent

Arbeitsmarktbericht Februar 2021 der Agentur für Arbeit Passau

  • Zahl der Arbeitslosen im Februar 2021: 8.917
  • Arbeitslosenquote mit 4,9 Prozent gleichbleibend zum Vormonat und um 0,7 Prozentpunkte höher als im Februar 2020
  • Anstieg der Zahl der Arbeitslosen zum Vorjahr um 17,8 Prozent
  • Stellenbestand bei 2.325 gemeldeten Arbeitsstellen; 841 Stellen weniger im
  • Vergleich zum Vorjahresmonat (minus 26,6 Prozent)

Passau. Im Februar waren insgesamt 8.917 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 0,7 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat und 17,8 Prozent mehr als im Februar 2020. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 4,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Februar liegt damit gleichbleibend auf dem Niveau des Vormonats (minus 62 Personen) und um 0,7 Prozentpunkte höher als im Vergleich zum Vorjahr (plus 1.349 Personen).

„Die Arbeitslosigkeit stagniert im Agenturbezirk Passau mit 4,9 Prozent auf dem Januarwert und lässt beim Bestand an Arbeitslosen bislang keinen sichtbaren Rückgang erkennen. Der Abbau der saisonalen Arbeitslosigkeit lässt noch auf sich warten. Wir hoffen, dass in den nächsten Wochen – mit Einzug des Frühlings – zumindest die Effekte der Winterarbeitslosigkeit bereinigt sein werden“, so Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, zur aktuellen Arbeitsmarktlage.

(Quelle: Agentur für Arbeit Passau)

Zugang und Abgang an Arbeitslosigkeit

Im Februar meldeten sich 1.576 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat ist ein deutlicher Rückgang der Zugangszahlen um 53,2 Prozent (1.793 Personen) zu verzeichnen. Demgegenüber stehen 1.655 Personen, die im Februar ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, dies sind 43,7 Prozent (503 Personen) mehr als im Januar 2021. Die Zahl der monatlichen Abgänge an Arbeitslosen übersteigt nur leicht die Zugänge. Dies wirkt sich auf den aktuellen Bestand an Arbeitslosen in der Region nur marginal aus.

Die Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften nahm zum Jahresbeginn erfreulicherweise wieder zu. Mit 77,0 Prozent und 284 neuen Arbeitsstellen im Zugang zeigt sich bereits ein positiveres Bild als noch im Januar. Im Agenturbezirk waren im Februar insgesamt 2.325 offene Stellen ausgeschrieben. Aufgrund der Krise und konjunkturellen Unsicherheit ist auf dem Arbeitsmarkt weiterhin eine Zurückhaltung bei Personalentscheidungen spürbar. Im Februar waren es 841 Arbeitsstellen weniger im Bestand als noch vor einem Jahr.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Stand Ende Juni 2020)

Einen besonderen Beschäftigungszuwachs konnten zum letzten Quartalsstichtag Ende Juni 2020 – im Vergleich zum Vorjahresquartal – folgende Branchen verzeichnen: Baugewerbe (plus 656 Beschäftigte), Gesundheitswesen (plus 141 Beschäftigte), Immobilien/freiberuflich/wissenschaftlich/technische Dienstleistungen (plus 116 Beschäftigte), Öffentliche Verwaltung/Verteid./SV/externe Organisation (plus 115 Beschäftigte). Den stärksten Beschäftigungsrückgang im Agenturbezirk Passau erlebte im gleichen Zeitraum das verarbeitende Gewerbe (minus 1.030 Beschäftigte), die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (minus 718 Beschäftigte) und das Gastgewerbe (minus 474 Beschäftigte).

Entwicklung der Kurzarbeit

Im Agenturbezirk Passau stellten seit Beginn der Pandemie insgesamt 5.770 Betriebe eine Anzeige auf konjunkturelle Kurzarbeit, dies entspricht 69.998 in den Anzeigen genannten Personen. Nach einem Maximum im April gingen in den darauffolgenden Monaten zwar deutlich weniger Anzeigen ein, allerdings stiegen ab Herbst 2020 die Anzeigen wieder. Im aktuellen Berichtsmonat wurden von 179 Betrieben 1.424 Personen zur Kurzarbeit angezeigt. Die vorläufigen Daten zu den Anzeigen sind gegenüber Januar 2021 um circa 60 Prozent gesunken.

Die Entwicklung der realisierten Kurzarbeit ist jedoch sehr zeitverzögert, da Arbeitgeber bis zu 3 Monate Zeit haben um diese abzurechnen. Hochgerechnete Daten zur realisierten Kurzarbeit ergeben für Oktober 2020 1.207 Betriebe und 12.554 Personen in Kurzarbeit. Dies entspricht einer Kurzarbeiterquote im Oktober 2020 von 9,8 Prozent.