IHK-Verkehrsausschuss geht in nächste Runde

Nach der IHK-Wahl 2018 haben sich Vollversammlung und Gremien als ehrenamtliche Organe der Selbstbestimmung, Vertretung der regionalen Wirtschaft und als Impulsgeber an die Politik neu formiert. Parallel dazu stellen sich auch weitere Arbeitsgruppen und Ausschüsse neu auf. Zum Thema Verkehr, Logistik und Infrastruktur haben sich jetzt in den Räumen der IHK Niederbayern 16 von der Vollversammlung entsandte Unternehmensvertreter getroffen und den neuen Verkehrsausschuss für die niederbayerische Wirtschaft gebildet. Mit weiteren Fachleuten und Experten der IHK diskutierten sie hier gleich Trends und Innovationen der Branche.

Der Verkehrsausschuss setzt somit einen langjährigen Austausch fort, an dem ausgewiesene Spezialisten aus Speditionen und Transportunternehmen, Busunternehmen, der Bahn und den Donauhäfen beteiligt sind, aber ebenso Logistiker aus Handel und Industrie, dazu die wissenschaftlich-praktische Kompetenz vom Technologie-Campus Grafenau und andere Partner aus Recht, Versicherung, technischer Überwachung und Finanzen. Denn mit Waren, Menschen oder Dienstleistungen effektiv mobil sein zu können, das sichert auch den Wirtschaftsstandort Niederbayern. Dazu sammelt der Ausschuss aus seinem Kontext heraus Informationen, teilt sie und bündelt Forderungen, die aus dem Ehrenamt selbst oder über die IHK an Medien oder Politik weitergegeben werden.

Schwerpunkt des ersten Ausschusstermins war zunächst die Wahl des Vorsitzenden. Jürgen Pfeil, Spediteur in Passau, wurde als bewährter Organisator in dieser Funktion bestätigt. Ihm zur Seite stellte der Ausschuss neu als Stellvertreter Rudolf Brunnhölzl, Transport- und Busunternehmer aus Hohenau/Kirchl. Im fachlichen Teil sprach Jens Pawlowski vom BGL Berlin über alternative Antriebstechnologien für den Schwerlastverkehr und gab eine realistische Einschätzung vieler neuer Ideen und Konzepte angesichts eines weiter steigenden Transportvolumens. Sein Fazit: Gerade im schweren Nutzfahrzeugbereich ergeben sich derzeit kaum realistische Alternativen zum Diesel. Allein ein Batteriesatz eines 40-Tonners würde rund acht Tonnen an Nutzlasten kosten. Die Wasserstofftechnologie sei zwar durchaus zukunftsfähig, aber noch kaum marktreif. Dass Digitalisierung viele Chancen eröffnet und wie Verkehr und Logistik noch effektiver oder auch jenseits von Straße, Schiene und Wasser Abläufe optimiert werden kann, das erläuterte Maximilian Schäfer von der InstaFreight GmbH in Berlin den Zuhörern. Ganz neue Geschäftsfelder würden hier entstehen. Erneut wurde deutlich, dass Daten der Treibstoff für die weitere Entwicklungen auch in der Logistik sind und Algorithmen zunehmend in alle Geschäftsprozesse eingreifen. Anschließend gab es Gelegenheit, für die Ausschussarbeit jeweils eigene Schwerpunktthemen speziell aus niederbayerischer Sicht einzubringen.

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