Der erfolgreichen Demonstration soll demnächst ein Gespräch mit dem Bauernverband folgen

Passau: Im Rückblick auf die „Wir haben es satt“-Kundgebung und Demonstration am vergangenen Samstag in Passau waren sich die Veranstalter einig: Es war ein erhoffter, aber in der Dimension doch ein unerwartet großer Erfolg. Dabei soll es aber nicht bleiben. Deshalb wurde vereinbart, den wiederholt geäußerten Wunsch des Bauernverbandes nach einem Gespräch „nicht über, sondern mit den Bauern“ aufzugreifen.

Zunächst aber war es ein Bedürfnis der Organisatoren der Demonstration, all denen zu danken, die zum Erfolg und reibungslosen Ablauf beigetragen haben. Dieser Dank ging auch an die Stadtverwaltung Passau, an den Geschäftsleiter des Berufsschulverbandes, an die Polizeibeamten und nicht zuletzt an die Bevölkerung für das entgegengebrachte Verständnis für die zwangsläufige Verkehrsbehinderung und die Toleranz für die „abwechslungsreiche Geräuschkulisse“. Gedankt wurde auch der CSU, die trotz anfänglicher Irritationen, aber letztendlich doch die Übergabe der Resolution an den zukünftigen Ministerpräsidenten Söder ermöglicht hatte. An diesen richtet sich nun die Erwartung, dass er seine Ankündigung des schnellen Ausstiegs aus der Glyphosat-Nutzung verwirklicht. Und dass seine Regierung eine andere Umwelt- und Landwirtschaftspolitik einleitet, die den „Flächenfraß“ deutlich verringert und mehr Rücksicht nimmt auf die Interessen der Verbraucher und der Bauern, anstatt weiterhin der Agrar- und Chemieindustrie zu dienen.

Weil manche Bauern-Funktionäre offensichtlich nicht verstanden haben, dass am Samstag in Passau nicht zuletzt für die Landwirte und gegen die profitgierigen Interessen der Chemie- und Agrarindustrie sowie gegen den ruinösen Preiswettbewerb des Handels auf Kosten der Bauern demonstriert wurde, soll demnächst ein Gespräch mit dem Bauernverband stattfinden. Der Vorsitzende des Bund Naturschutz Karl Haberzettl wurde beauftragt, mit Vertretern und Vertreterinnen des Bauernverbandes in absehbarer Zeit einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, was in Zukunft gemeinsam für die Umwelt und für die Interessen der Bauern und Bäuerinnen getan werden kann.