Persönliche Schutzausrüstung für medizinisches und pflegerisches Personal im Landkreis FRG vorhanden – Nachschub läuft aber sehr schleppend

Freyung-Grafenau. Die Beschaffung und Verteilung von Schutzausrüstung im Kampf gegen Corona ist auch für die Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt derzeit eine der größten Herausforderungen. „Wir brauchen schlicht und einfach mehr Material, um alle Bedarfsträger versorgen zu können“, erklärt Landrat Sebastian Gruber, Leiter der FüGK. Die von Seiten der Staatregierung angekündigten Lieferungen kommen, aber derzeit fließt dieser Strom nicht so stark, wie man es sich im Landkreis wünscht und wie es notwendig wäre. Man hat im Landkreis schon frühzeitig auf eigene Bestellungen gesetzt. Aus diesen Kapazitäten können aber derzeit vorrangig nur die Kliniken, Pflegeheime und ambulante Dienste versorgt werden.

Auch bei den eigenen Bestellungen dauert es derzeit immer länger. „Wir haben schon vor Wochen Bestellungen für Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und Schutzoveralls aufgegeben, auch da ziehen sich die Lieferungen“, berichtet Landrat Gruber. Für diese Woche sind aber einige größere Lieferungen angekündigt.

Generell zum Procedere der Verteilung: Die Einrichtungen, die man mit Schutzausrüstung versorgt, bekommen eine E-Mail vom Landratsamt und können sich die Schutzausrüstung an einem zentralen Ort abholen. In Zeiten, in denen Schutzausrüstung knapp ist, hat man sich entschlossen, das Lager rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst bewachen zu lassen.

Grundsätzlich vergibt die FüGK des Landratsamtes – nach ministerieller Vorgabe – persönliche Schutzausrüstung zum Infektionsschutz gegen COVID-19 ausschließlich an folgende Einrichtungen: Vorrangig an Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe u.ä., Hospize, Altenheime, ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte soweit eine ausreichende Belieferung über die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nicht erfolgt, den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD), sowie nachrangig an Zahnärztinnen und Zahnärzte, Hebammen, Heilmittelerbringer, Sanitätshäuser und Bestatter.

Gruber bittet darum, auf die Kontaktaufnahme zu warten und er bittet darüber hinaus um Verständnis, dass nicht alle Anfragen erfüllt werden können. „Wir müssen mit den derzeit knappen Ressourcen auskommen und hier besonders schutzbedürftige Bereiche, wie Kliniken, ambulante Pflege und stationäre Einrichtungen der Pflege und Betreuung vorrangig bedienen.“ Der Landrat hofft, dass etwa mit der angelaufenen Produktion von Atemschutzmasken in Bayern, sich die Versorgungssituation in den kommenden Wochen wieder etwas entspannen wird.

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