MdL Taubeneder tauscht sich mit Frauenbeauftragten des Kreisfeuerwehrverbands Passau aus

Passau. Schon aus dem sogenannten „Blaulichtbrunch“ im Bayerischen Landtag in München hatte MdL Walter Taubeneder im Gespräch mit den bayerischen Feuerwehrfrauen mitgenommen, dass sich diese mehr Verantwortung bei der Ausübung ihres Ehrenamtes wünschen – dies hat sich nun auch im Austausch mit den Frauenbeauftragten im Kreisfeuerwehrverband Passau-Land, Uta Linne und Margit Hausmann, bestätigt.

MdL Taubeneder war es ein Anliegen die Situation vor Ort zu eruieren und die Eindrücke der Feuerwehrfrauen aus der Region Passau bei weiteren Gesprächen in München einfließen zu lassen. „Ich erhalte die Rückmeldung, dass Frauen im Feuerwehrleben oft untergehen und vor allem in Führungspositionen wenig Berücksichtigung finden.“ So liege der Frauenanteil bei den Feuerwehren im Landkreis Passau im Schnitt bei etwa 10 Prozent.

„Junge Mädchen lassen sich zwar schon früh für die Jugendfeuerwehr begeistern, aber schaffen dann leider oft nicht den Sprung in die normale Wehr“, betont Margit Hausmann. Dies habe verschiedene Gründe: „Oft gehen die jungen Frauen zum Studieren in eine andere Region, oder aber der Arbeitsplatz ist einfach nicht am Ort – dann geht es sich zeitlich einfach nicht mehr aus“, bestätigt auch Uta Linne. Das ehrenamtliche Engagement lasse sich schwer mit Beruf und Familie vereinbaren – „es ist einfach nicht planbar“, so Linne weiter, die selbst als Gruppenführerin tätig ist. Hinzu komme, dass Männern im aktiven Feuerwehrleben mehr zugetraut werde – „junge Mädchen werden da schnell übersehen“, ergänzt Margit Hausmann. Sie ist vor nunmehr fünf Jahren als völlige Quereinsteigerin zur Feuerwehr gekommen.

Als die offiziellen Frauenbeauftragten für den Kreisfeuerwehrverband Passau-Land möchten sich die Damen verstärkt dafür einsetzen, dass Frauen allgemein fester Bestandteil im aktiven Feuerwehrleben werden. „Wir müssen die Vorteile der Frauen im Feuerwehrdienst herausarbeiten, wie beispielsweise die bessere Erreichbarkeit unter tags“, betont Hausmann. Dabei ginge es keineswegs um eine Sonderstellung der Frau, lediglich um Chancengleichheit. „Noch müssen sich Frauen immer stärker beweisen als Männer, das wollen wir ändern – Frauen bei der Feuerwehr, auch in Führungspositionen, sollen selbstverständlich werden!“

„Körperliche Kraft ist nicht immer ausschlaggebend. Frauen müssen fester Bestandteil im Rahmen der Feuerwehrarbeit werden – auch im Sinne der Zukunftsfähigkeit“, so MdL Taubeneder. So gelte es allgemein das Interesse, aber auch den Mut der Frauen für ein Engagement bei der Feuerwehr zu wecken.