Für Flüchtlingsintegration benötigt man einen langen Atem

FRG. Die großen Flüchtlingsströme, die monatelang für Schlagzeilen in allen Medien sorgten, sind derzeit vorbei. Waren es 2008 nur 28.000 Asylbewerber in ganz Deutschland, so stieg die Zahl 2015 auf 476.000 und 2016 sogar auf 745.000.

Wie viele Asylbewerber leben im Landkreis?

In diesem Jahr sank die Flüchtlingszahl auf 187.000. Die meisten Asylbewerber stammen aus Syrien, Irak, Iran, Somalia und Eritrea. Im Landkreis Freyung-Grafenau leben bis dato 3499 Immigranten. Das sind 4,55 Prozent der 78.122 Landkreisbewohner. Jedoch nur 909 davon sind Flüchtlinge. Die übrigen Immigranten stammen beispielsweise aus Tschechien oder Österreich und arbeiten im Landkreis.

652 Flüchtlinge sind in dezentralen Unterkünften des Landratsamtes, in den Gemeinschaftsunterkünften Waldkirchen und Freyung sowie in der Erstaufnahmeeinrichtung Deggendorf (einer Nebenstelle von Freyung) untergebracht. Letztere wird zum Jahresende geschlossen und damit sinkt die Zahl der Flüchtlinge weiter.
Der Rest der Asylbewerber wohnt in privaten Wohnungen. Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge – derzeit 34 im Landkreis – leben hingegen in Pflegefamilien oder in Jugendhilfeeinrichtungen. Die Asylanträge von rund 400 Flüchtlingen sind bereits anerkannt, 130 Anträge wurden abgelehnt. Einige der Abgelehnten werden aber dennoch „geduldet“. Umfragen haben ergeben, dass ca. Zweidrittel der anerkannten Flüchtlinge aus verschiedenen Gründen aus dem Landkreis wegziehen wollen. Somit können Asylbewerber unseren Fachräftemangel nicht ersetzen.

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link (Seite 6); ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 48/17.

(Bild: Pressesprecher des Landratsamtes Freyung-Grafenau Karl Matschiner (r.) informiert sich bei Christian Fiebig, dem Koordinator für Ehrenamt, Asyl und Integration, über den Stand der Dinge – Foto: MuW/r.demont)

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