“Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht. Der Mensch ist Teil der Natur, er ist ihr nicht übergeordnet. Erst wenn er das begreift, hat er eine Überlebenschance.“ (Richard von Weizsäcker)

Wir haben die Natur in den letzten Jahrhunderten so stark verändert, dass Kulturwald und landwirtschaftliche Flächen sowie Straßen und Autobahnen einen großen Teil der Fläche usneres Landes einnehmen. Dieses Bild sind wir gewohnt. “Natur ist gut, solange sie unter Kontrolle ist“, hieß bis vor nicht allzu langer Zeit das Credo. Die verschärfte Hochwassergefahr, durch menschliche Eingriffe in Bach- und Flussläufe, ist hierfür nur ein Beispiel.

Wie viel Natur weltweit ist vom Menschen noch nicht “berührt“ worden? Selbst auf dem Mount Everest türmt sich der menschliche Müll. Ohne Zweifel hat der Mensch im Laufe seiner Existenz unseren blauen Planeten stark verändert. Inzwischen denkt man um. Naturschutz hat mittlerweile einen hohen Stellenwert und wir beginnen allmählich, unseren eigenen Lebensraum besser zu schützen. Bezüglich der Sauberkeit unserer Gewässer hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges zum besseren entwickelt. Man hat eingesehen, dass die Natur nicht “ordentlich“ ist. Die sich selbst überlassenen Flächen im Nationalpark Bayerischer Wald geben uns eine Vorstellung, wie ein Naturwald aussieht. Es ist ein Kreislauf von Werden und Vergehen.

Kreisläufe zulassen

Aber was wollen wir wirklich? Soll es künftig nur ein paar Flächen wie im Nationalpark Bayerischer Wald geben, in denen sich die Natur frei entfalten kann oder geht auch ein bisschen mehr? Die Kernzonen der Nationalparks in Deutschland umfassen 0,4 Prozent unserer Gesamtfläche. Die Natur ist dynamisch, verändert sich und nimmt brache Flächen in Beschlag, holt sich Raum zurück. Einerseits unterstützt man diese “Renaturierung“ und möchte damit die natürlichen Kreisläufe wieder mehr zulassen.

(Die ganze Story abrufbar unter diesem PDF-Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 02/17)