Künstlerpaare, bei denen sich beide Partner der bildenden Kunst widmen, erregen seit langem die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Bis in die Zeit der Renaissance lassen sich derartige Paarbeziehungen zurückverfolgen. Jedoch erst im Lauf des 20. Jahrhunderts, als die Frau als Künstlerin in der Gesellschaft Anerkennung und Akzeptanz gefunden hatte, begann man sich auch für das künstlerische Schaffen der Partnerinnen von Malern und Bildhauern zu interessieren. Bei der Beschäftigung mit Künstlerpaaren der privaten Beziehung Vorrang vor der Werkbetrachtung zu geben, ist verführerisch, gelten doch solche Verbindungen von kreativen und zumeist hoch emotionalen Menschen als explosiv und damit überaus ergiebig für den voyeuristischen Blick der Außenstehenden. Und so wird in vielen Abhandlungen häufig der Fokus auf das Biographische gelegt und die Werke der beiden Künstler werden lediglich illustrierend daneben gestellt. Eine Untersuchung der Werkentwicklung und ein Vergleich beider Œuvres unterbleiben zumeist.

Die Ausstellung „Wie ist darin doch auch viel Gemeinsames“ im Museum Moderner Kunst versucht, sich von dieser Sichtweise zu lösen und sich vornehmlich dem Werk von Margret Bilger und Hans Joachim Breustedt zu widmen. Aber auch hier kann der Blick auf die Biographie der beiden Eheleute nicht ganz ausgeblendet werden, erklärt sie doch so manche künstlerische Eigenart.

Vernissage: 26. Februar 2016 um 19 Uhr
Museum Moderner Kunst – Wörlen, gemeinnützige GmbH, Bräugasse 17, 94032 Passau
www.mmk-passau.de