„Die ‚Big Player‘ sind nicht immer Schuld daran.“

Irgendwo im Bayerischen Wald. Neulich konnte man, beinahe schon gezwungen, ein Stammtischgerede akustisch mitverfolgen. Herren und Damen, die allesamt in der Region ein Unternehmen betreiben, wie sich im Verlauf dieses Gesprächs herausgestellt hat. Eines haben sie alle gemeinsam; sie betreiben in ihrer Sparte einen Onlineshop.

Und noch was verbindet diese Gemeinschaft. Sie alle haben mit schlechten Verkaufszahlen zu kämpfen. Verantwortlich dafür seien aber die sogenannten ‚Big Player‘, also Firmen wie beispielsweise Amazon. Also die klassische Fehleinschätzung, wenn der eigene Onlineshop mal nicht rund läuft (im wahrsten Sinne des Wortes, aber dazu später). Im Verlauf dieses Gesprächs hatte dann ein Mitglied dieses Stammtisches, übrigens eine Frau, doch noch ein gutes Gegenargument bzw. Fragestellung, warum sich das Böse nicht immer in der Form von Amazon niederschlägt. „Warum ist denn der Kollege aus der Nachbarstadt mit seinem Onlineshop erfolgreicher als ich, obwohl wir die gleichen Sachen verkaufen und er im Übrigen einen viel kleineren Shop betreibt?“, so ihre Worte.

Diese Frage kann eigentlich ganz einfach beantwortet werden. Weil diese Konkurrenz einfach das bessere Shopsystem aufweist. Denn, entgegen zahlreichen anderen Meinungen, muss es nicht immer ein besseres Marketingkonzept sein oder gar eine bessere und vertiefte Marktkenntnis. Womit wir beim wesentlichsten Punkt angelangt sind, wenn es darum geht, seine Produkte (erfolgreich) online verkaufen zu wollen. Die Auswahl der Shop-Plattform mit Software und Shop-Betrieb entscheidet wesentlich über die zu erwartende Umsatzentwicklung. Deshalb sollte von Beginn weg diese Auswahl strengen Auswahlkriterien unterliegen, wie übrigens jede andere geschäftsrelevante Entscheidung auch. Also schreiben wir uns auf den Zettel: Shopsystem ist Chefsache!

Die im Wesentlichen wichtigsten Anforderungen an einen Onlineshop sind:

Die Plattform muss nach aktuellen Sicherheitsstandards entwickelt sein – denn das muss der jeweilige Hersteller nicht nur garantieren können, sondern es gehört auch zu seinen Pflichtaufgaben, die Shop-Plattform kontinuierlich und nachvollziehbar zu dokumentieren, zu pflegen und natürlich weiterzuentwickeln. Dabei steht natürlich der Datenschutz an vorderster Front.

Der im Onlineshop erwähnte ‚Support‘ muss auch tatsächlich existieren. Dieser Support muss ein zentraler Ansprechpartner für die Kunden sein, ohne dass Verantwortlichkeiten hin und her geschoben werden müssen oder gar unterschiedlichste Schnittstellen herangezogen werden, um nicht sich selbst bei einem auftauchenden Problem die Schuld geben zu müssen. Das Problem des Kunden, sei es bei einer Bestellung oder was auch immer, muss schnell und aus einer Hand gelöst werden können.

Die Performance: Diverse Studien haben immer wieder gezeigt, wie geschäftsrelevant die Schnelligkeit eines Onlineshop ist. Denn Webseiten, die eine Sekunde langsamer laden, bringen ein Prozent weniger Suchanfragen. Um zweieinhalb Prozent sinken die Suchanfragen bereits bei zwei Sekunden ‚Wartezeit‘.

Last, but not least, Lösungen zu Lagerlogistik und der Warenwirtschaft sind ebenso relevant wie die Auswahl der Shop Software und der Betrieb, weshalb diese, wann immer möglich, direkt in das gesamte System integriert werden sollte (Automatismus). Je besser das funktioniert, desto mehr wird verkauft. Oder anders formuliert: Je schlechter sie funktioniert, desto weniger wird abgesetzt.

Um zum Stammtischgespräch zurückzukommen. Wie gerne hätte man doch den eifrig diskutierenden Teilnehmern das alles mitgeteilt. Käufer erwarten eben nicht nur, dass ein Onlineshop einwandfrei ‚funktioniert‘, sondern auch, dass sensible Daten sicher übertragen werden und diese beim Shop-Betreiber mit höchster Sicherheitsstufe behandelt werden. Einen billigeren Onlineshop zu betreiben, der sich mit seinem Design auch noch ansprechend im Netz präsentiert, bringt über kurz oder lang keine erwarteten Umsätze, wenn dieser Sicherheitslücken aufweist, nur in Teilen funktioniert und man lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss; hier werden Kunden schlichtweg nicht mehr bestellen und springen ab. Für immer.

 

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