Diebstahl und Unterschlagung häufigste Deliktgruppe

Ende März 2016 waren in den 36 bayerischen Justizvollzugsanstalten 8 274 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte inhaftiert, das sind 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit setzte sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik der leicht rückläufige Trend der letzten Jahre fort. Von den einsitzenden Personen waren 94,7 Prozent Erwachsene (21 Jahre oder älter), 7,3 Prozent weiblich, 65,6 Prozent hatten eine deutsche Staatsbürgerschaft und 70,0 Prozent waren vorbestraft. 47,9 Prozent der Strafgefangenen verbüßten eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Diebstahl und Unterschlagung lagen in 21,7 Prozent der Haft zugrunde.

Am 31. März 2016 waren nach Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik 8 274 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte in den 36 bayerischen Justizvollzugsanstalten inhaftiert. Hierin sind Personen in Untersuchungshaft, im Jugendarrest und Personen in sonstiger Freiheitsentziehung (z.B. Strafarrest oder Abschiebehaft) nicht einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 42 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte weniger (-0,5 Prozent). Seit dem bisherigen Höchststand im Jahr 2007 (9 860) ist die Zahl der Inhaftierten bis zum Jahr 2016 tendenziell gesunken.

Im Jahr 2016 machten die über 21-jährigen Erwachsenen mit rund 94,7 Prozent den größten Anteil aller Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten aus. In dieser Altersgruppe gab es 7 839 Inhaftierte, 94 Personen weniger als ein Jahr zuvor. Vergleichsweise gering waren mit 4,5 Prozent der Anteil der 18- bis unter 21-jährigen Heranwachsenden und mit 0,7 Prozent der Anteil der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen. Bei den Heranwachsenden stieg die Zahl der Gefangenen gegenüber dem Vorjahr um 16,8 Prozent und erreichte 375. Die Zahl der im Strafvollzug befindlichen Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr (62 Personen) auf 60 gesunken.

In den bayerischen Strafvollzugsanstalten befanden sich 600 Frauen. Dies entsprach einem Frauenanteil von 7,3 Prozent an allen Strafgefangenen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der weiblichen Strafgefangenen um 16 Personen und die der männlichen Inhaftierten um 26 Personen gesunken.

Von den 8 274 Inhaftierten besaßen 5 431 eine deutsche und 2 843 eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit. Damit waren 65,6 Prozent der Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten Deutsche. Dieser Anteil ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

70,0 Prozent aller Insassen verbüßten zum wiederholten Male eine Strafe. 71,4 Prozent (5 446 Personen) aller zu einer Freiheitsstrafe und 49,8 Prozent (293 Personen) der zu Jugendstrafe verurteilten Gefangenen waren bereits vorbestraft, 1 858 Häftlinge sogar fünf- bis zehnmal und 861 Insassen elfmal und öfter. Die häufigste Art der Vorstrafen waren Kombinationen aus Freiheits- und Geldstrafen (1 813 Häftlinge), sowie aus Freiheits- und Jugendstrafen (965 Insassen). Zu einer Freiheitsstrafe allein waren 796 Häftlinge, zu einer Geldstrafe allein 744 Insassen vorverurteilt.

Gemessen an der voraussichtlichen Vollzugsdauer verbüßte 2016 die größte Gruppe der Strafgefangenen mit 3 935 Personen oder 47,9 Prozent eine Haftstrafe bis zu einem Jahr. Zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe von mehr als einem und bis zu zwei Jahren wurden 1 662 Strafgefangene verurteilt, was einem Anteil von 20,2 Prozent entsprach. Ein Urteil von mehr als zwei und bis zu fünf Jahren Vollzugsdauer wurde gegen 1 760 Personen oder 21,4 Prozent ausgesprochen. Knapp 6,1 Prozent oder 501 Strafgefangene wurden mit einer Haftstrafe von mehr als fünf und bis zu zehn Jahren belegt. Eine Haftstrafe von zehn bis fünfzehn Jahren erhielten 99 Personen oder 1,2 Prozent. 3,2 Prozent oder 261 Personen verbüßten eine lebenslange Haftstrafe. Daneben befanden sich 56 ausschließlich männliche Personen in Sicherungsverwahrung.

64,7 Prozent (5 352 Personen) aller Insassen waren ledig, 16,1 Prozent (1 329 Personen) geschieden, 17,7 Prozent (1 465 Personen) verheiratet und 1,5 Prozent (128 Personen) verwitwet.

Der Haft lagen Tagen folgender Deliktsgruppen zugrunde:

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