Leitungsteam des Herzenswunsch-Krankenwagen trifft sich

Hutthurm. Im Malteserhaus in Hutthurm haben sich die Verantwortlichen des Herzenswunsch-Krankenwagens (HKW) getroffen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dadurch soll das Angebot für sterbenskranke Menschen noch bekannter und die Fahrten angenehmer und bequemer werden.

Die Resonanz bei den Ehrenamtlichen ist nach wie vor riesig, wie Sabine Grundmüller erklärte. Bei einer kürzlichen Anfrage habe sie binnen einer Minute Zusagen von fünf Maltesern bekommen, die die Fahrt übernehmen wollten. Leider kam sie nicht zustande, da die Patienten zwischenzeitlich verstorben war.

Dies erleben die Malteser immer wieder und bitten deshalb, mit der Anfrage nicht zu lange zu warten, sondern so rechtzeitig, dass der Wunsch auch noch erfüllt werden kann, d. h. dass auch der Patient noch in der Lage ist, die Fahrt anzutreten und durchzustehen.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass es auch für die vielen ehrenamtlich Interessierten an diesem Dienst in Zukunft einen Flyer geben soll. Für die Patienten und deren Angehörige steht ein solcher bereits zur Verfügung und kann bei den Maltesern angefordert werden.

Ein großer Wunsch vor allem von Martin Lang ist es, einen Film zu drehen, der in den Sozialen Medien veröffentlicht werden und so den HKW noch bekannter machen soll. Hier wurden bei dem Treffen erste Planungen in die Wege geleitet.

Schließlich ist es den Verantwortlichen ein großes Anliegen, die Ausrüstung und Ausstattung rund um die Fahrten zu optimieren. Vor einiger Zeit wurde eine Auflage für die Trage angeschafft, damit der Fahrgast bequemer liegen kann, was vor allem bei weiteren Fahrten von großem Vorteil ist. Dazu wünschen sich die Malteser nun noch Decken und einen Trolley für dieses und weiteres Zubehör.

Ein weiterer Punkt auf der Wunschliste ist eine eigene Bekleidung für die Fahrten, denn die bisher verwendete Rettungsdienst-Montur erinnere zu sehr an Notfall-Einsätze. Darüber hinaus gilt es, die Ausbildung für die vielen Ehrenamtlichen, die für die HKW-Fahrten bereitstehen, zu organisieren und durchzuführen.

Der Fahrten sind kostenlos und der Dienst finanziert sich aus Spenden. Deshalb bitten die Malteser um Unterstützung, damit sie ihre Pläne in absehbarer Zeit verwirklichen können. „Firmen können heuer keine Weihnachtsfeiern für ihre Mitarbeiter veranstalten. Mit einer Spende für den Herzenswunsch-Krankenwagen wäre das gesparte Geld sehr gut angelegt“, erklärt Sabine Grundmüller. Zuwendungsbestätigungen können auf Wunsch natürlich erstellt werden.

„Unser Traum wäre ein eigenes Fahrzeug für die Fahrten mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen“, so Sabine Grundmüller weiter. „Davon trennen uns noch 160.000 Euro.“ Mit diesem Fahrzeug wäre eine noch bequemere Beförderung der Patienten möglich. Außerdem ist das Wunschauto rundum verglast, so dass der Fahrgast, anders als im derzeit verwendeten Rettungswagen, immer sehen könnte, wo er gerade ist.  Mittels Tablet und Navigationsgerät könnte er sich auch über den Streckenverlauf informieren.

Fast 40 ehrenamtliche Malteser stehen für die Fahrten bereit. Durch eine gute Vernetzung mit Organisationen aus dem Palliativ- und Hospizbereich in Stadt und Landkreis Passau sowie dem Landkreis Freyung-Grafenau wollen die Malteser erreichen, dass sie möglichst viele Herzenswünsche erfüllen können.

Spendenkonto:
MHD e. V. Passau
IBAN: DE53 7509 0300 0004 3911 36
BIC: GENODEF1M05
LIGA-Bank Passau

Weitere Informationen zum Herzenswunsch-Krankenwagen gibt die Referentin Soziales Ehrenamt Rosmarie Krenn, Tel. 0851/95666-45, E-Mail Rosmarie.Krenn@malteser.org

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