Wie es um die Zukunft der Zeitung steht und welch wichtige Aufgabe sie für die Demokratie besitzt

Den klassischen Zeitungsleser, der morgens beim Frühstück durch die Tageszeitung blättert, wird es in ca. zehn Jahren nicht mehr geben. So prognostizierte taz-Redakteur Jan Feddersen die Zukunft der Zeitung. Doch wie sieht dann die Alternative aus?

Vergangenen Donnerstag-Abend luden die Grünen Kreisverbände Passau Stadt und Land zur Podiumsdiskussion „Die Zukunft unserer Zeitung“ ins Restaurant „Das Oberhaus“ in Passau ein. Wie es derzeit um die Medien steht, dieser Frage stellten sich der stellvertretende Chefredakteur der Passauer Neuen Presse Martin Wanninger, taz-Redakteur Jan Feddersen, der Passauer Medienwissenschaftler Prof. Dr. Ralf Hohlfeld und MdL Verena Osgyan.

Zunehmende Boulevardisierung

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die wichtigen Funktionen der Medien als „4. Säule der Demokratie“ herausgestellt. Tageszeitungen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk haben eine aufklärerische Rolle inne und seien das Korrektiv zur Regierung. Unabhängier Qualitätsjournalismus sei somit essentiell für eine funktionierende Demokratie. Hier waren sich alle Anwesenden einig. Dennoch sei eine zunehmende Boulevardisierung zu erkennen, so Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der Grünen. Oft werden Themen anhand ihrer Emotionalisier- und Inszenierbarkeit ausgewählt. Infolgedessen entscheide die Politik oftmals nicht nach Sachlogik, sondern nach Aufmerksamkeitswerten.

Die ganze Story abrufbar als PDF-Download (Seite 6) unter diesem Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 27/17.

(Bild: Auf kontroverse Diskussionen wartete man vergeblich: der stv. PNP-Chefredakteur Martin Wanninger (v.l.), taz-Redakteur Jan Feddersen, Prof. Dr. Ralf Hohlfeld und MdL Verena Osgyan waren sich über die künftigen Entwicklungen im Zeitungswesen weitestgehend einig – Foto: MuW/k.krückl)