Das Osterbrot. Alle Jahre wieder wird die traditionelle Speise über die Osterfeiertage ganz selbstverständlich gekauft oder gebacken, meist klassisch als Zopf aber auch mal in Hasenform oder als „Osternest“, je nach Region und Vorlieben – und das nicht erst sei gestern.
Doch woher kommt der Brauch eigentlich? Bereits im Mittelalter gehörte das Osterbrot als christliches Symbol des „Fastenbrechens“ zu einer festlich gedeckten Tafel dazu. Nach der 40-tägigen Fastenzeit seit Aschermittwoch, die viele kulinarische Entbehrungen mit sich brachte, durfte an Ostern endlich wieder herrlich geschlemmt werden. Ein süßses Osterbrot gehört deshalb seit dem Mittelalter traditionell an den Feiertagen ebenso auf den Tisch wie Fisch am Karfreitag und Lamm am Ostersonntag. Doch nicht nur die klassischen Zutaten des Osterbrotes haben eine tiefere Bedeutung – auch die Form und Farbe entspringen Glaubenssymbolen, wie die Sonne, die für Jesus als Licht der Welt steht; ein Osterbrot in Form eines Zopfes hingegen spielt traditionell auf die Verflechtung zwischen Gott und den Menschen an.

(Bild: Traditionell aufgetischt: Am besten schmeckt das süße Osterbrot zum Frühstück – mit Butter, Marmelade und einem Glas Milch – Foto: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft; LVBM)