Reform des digitalen Urheberrechtschutzes wurde in Brüssel beschlossen

Das „alte“ EU-Urherberrecht datiert von 2001 – einem Zeitpunkt, an dem Facebook, Twitter, YouTube oder Google noch keine beherrschende Rolle im Internet gespielt haben. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert.

Daten sind das Gold der Zukunft, sagt man heutzutage. Diverse Skandale haben bereits gezeigt, was mit Daten alles passieren kann und wer viel Geld mit ihnen verdient. Die Datenmengen, die jede Stunde ins Internet hochgeladen werden, sind enorm. Wer der Eigentümer der jeweiligen Daten ist, das ist im neuen Urheberrecht die Kernfrage. Bilder, Texte und Videos werden von jemandem produziert. Verwendet jemand anders diese, dann sollte er dafür zahlen. Diese einfache Wahrheit in einen Gesetzestext zu gießen, hat die EU eine ganze „Weile“ beschäftigt. Die Mitgliedstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, die gesetzlichen EU-Vorgaben in nationales Recht umzusetzen. Aber wie es überall ist, der Teufel steckt im Detail.

Streitpunkt ‚Upload-Filter‘

Die Verordnung besagt: „Urheberrechtlich geschütztes Material soll zur Erhaltung des kulturellen Erbes kostenlos genutzt werden können. Das gilt auch, wenn es um Forschungsarbeiten geht. Auch das Hochladen geschützter Werke zum Zwecke des Zitierens, der Kritik, der Karikatur oder Parodie soll kostenlos bleiben. Genauso ist es mit dem nicht-kommerziellen Hochladen von Werken in Online-Enzyklopädien wie Wikipedia.“ Jetzt kommen wir aber zu dem wesentlichen Punkt, der vor der Verabschiedung der EU-Verordnung viele Proteste verursachte. Die Debatte führte sogar zur größten Petition Europas mit 5 Millionen Stimmen (siehe saveourinternet.info).

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 17/19.