Auf den Spuren von Goethe und Schiller

Hinterschmiding. Erwartungsvoll starteten am Donnerstag früh (Vatertag) 48 Mitglieder der Waldvereinsektion Leopoldsreut zum Jubiläumsausflug nach Thüringen.

In der Landeshauptstadt Erfurt wurde gegen Mittag Quartier bezogen, bevor am Nachmittag eine Stadtführung auf dem Programm stand. Obwohl der Rundgang durch Blitz, Donner und Platzregen ein bisschen getrübt war, beeindruckten besonders die Altstadt mit dem gewaltigen Dom, dem riesigen Marktplatz und die Krämerbrücke über die Gera, die längste durchgehend mit Häusern bebaute Brücke Europas.

Der erste Tag klang mit einem guten Abendessen im historischen Augustinerbräu aus. Der Freitag war dem Besuch der Wartburg gewidmet, die wie kaum eine andere Burg mit der Geschichte Deutschlands verbunden und seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Hier übersetzte Martin Luther das neue Testament der Bibel in nur elf Wochen ins Deutsche. Die anschließende Wanderung durch die sagenumwobene Drachen- und benachbarte Landgrafenschlucht (engste Stelle 68 cm) beeindruckte durch hohe Felsen, Moose und Farne sowie den dichten Eichen-Buchen-Wald.

Am Samstag wurde nach dem Besuch der Marienglashöhle Weimar, die Stadt der Dichter und Denker, erkundet. Schlösser, Museen, Denkmale, historische Gebäude und Parks erwarteten unsere Gruppe. Ein extensiver Spaziergang durch den Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus rundete den Nachmittag ab.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen wurde die Heimfahrt über Bayreuth angetreten. Dort wurden wir bereits vom renommierten Kirchenmusiker und Regionalkantor Christoph Krückl, ein gebürtiger Hinterschmidinger, und seiner Gattin Rita erwartet. Beide unternahmen mit uns eine kurze Stadtrundfahrt und Sightseeingtour. Unter anderem lagen das Festspielhaus am Grünen Hügel, die Eremitage, die historische Innenstadt mit vielen Kirchen und alten Bauwerken der Markgrafen auf unserem Weg.

Der krönende Abschluss war das hauptsächlich den Müttern (Muttertag) gewidmete kurze Orgelkonzert in der Stadtkirche Bayreuth. Der Waldvereinsvorsitzende Heinrich Lenz bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei den Organisatoren der Fahrt: Inge Scheurecker, Rudi Bernhard und Bernhard Fenzl und richtete den Blick bereits auf das Jubiläumswaldfest zum 50jährigem Bestehen mit Alphornbläsern und Musikkapelle Ende Juli in Schwendreut.