Passau. 2016 waren es erst 14 %, 2019 schon 26%  und  2020 lag die Zahl schon bei 33%: immer mehr Jugendliche hören Podcast. Allein in Deutschland hören ca. 20 Millionen Menschen Podcasts, und es gibt immer mehr Podcasts. Allein die Zahl der deutschsprachigen Podcasts auf Spotify hat sich zwischen 2018 und 2019 von 2.000 auf mehr als 12.000 gesteigert – Tendenz steigern. Und seit August gibt es nun auch den Passauer Podcast „Wake Up! Futter fürs Hirn“, der immer mehr Zuhörer findet.

Jeden Monat greifen Lena Bergmann und Perdita Wingerter wichtige Themen auf, die die Menschen bewegen: Demokratie in Zeiten von Corona, Verschwörungsgeschichten, Sexismus, Rassismus. Geplant sind aber auch Themen wie Inklusion, Klimawandel, Frieden und Europa.

In der aktuellen Folge geht es um das Thema „Warum müssen wir immer funktionieren?“ Viele Menschen leiden unter psychischen Problemen wie Angststörungen, Depressionen und schaffen es oft nicht mehr, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten, ihre Schule, ihr Studium oder ihre Arbeit zu bewältigen und ziehen sich immer mehr zurück. In der Podcastfolge schauen sich die beiden Moderatorinnen genauer an, wie viele Menschen diese Probleme betreffen und was man als Betroffene bzw. als Angehörige, Freunde oder Bekannte machen kann.

Die Moderatorinnen können immer auf ausführliche Recherchen zurückgreifen, die eine Gruppe junger Freiwilliger für jedes Thema erstellt. Die Fakten, Informationen und Tipps werden dann auch zum Nachlesen bereitgestellt.

Zu jeder Folge wird auch ein besonderer Gast eingeladen. Gudrun Donaubauer (die Bürgermeisterin von Hauzenberg), Corinna Schütz (Passauer Studentin, die Petition gegen das Donaulied eingelegt hat)  und Lama al Darraji (engagierte Syrerin) waren schon bei uns eingeladen und sprachen offen über ihre jeweiligen Themen. In der aktuellen Folge gibt die Diplom-Sozialpädagogin, Sozialwissenschaftlerin und Supervisorin Sylvia Seider vom Gesundheitsamt des Landkreises Passau ganz wichtige Tipps im Umgang mit psychischen Erkrankungen.

Podcastmachen kann auch Spaß machen: die beiden Moderatorinnen Lena Bergmann und Perdita Wingerter (Foto: Privat – aufgenommen vor der Corona-Zeit)

„In einer unserer nächsten Folgen wollen wir darauf eingehen, was der Lockdown und die damit verbundene Pflicht zum Homeschooling, digitalen Studium oder Homeoffice mit den Betroffenen macht,“ erzählt Perdita Wingerter. „Wir wollen als Gast unbedingt eine betroffene berufstätige Mutter mit schulpflichtigen Kindern einladen,“ wünscht sich Annika Czuday, Bundesfreiwillige, die den Podcast koordiniert. „Interessierte Frauen sollen sich bitte bei mir melden!“ (Tel. 0851-2132738 oder projekt@gemeinsam-in-europa.de).

Was wollen die Macherinnen mit dem Podcast eigentlich erreichen? „Wir versuchen mit unserem Podcast vor allem junge Menschen zu erreichen  und sie dazu zu bringen, sich zu für die Gesellschaft und ein besseres Miteinander zu engagieren“, beschreibt Perdita Wingerter die Ziele. „Daher gibt es zu jeder Folge auch eine Challenge, die mit dem Thema zu tun hat!“ Aber auch persönliche Motivation spielt eine Rolle: „Ich habe bei mir selber gemerkt, wie wenig ich mich eigentlich auskenne und mich auch nicht richtig informiert habe,“ ist sich Moderatorin Lena Bergmann bewusst. „Durch den Podcast setze ich mich nun mit den Themen wirklich auseinander und möchte andere auf interessante und einfache Art darüber informieren.“

Jeden ersten Freitag im  Monat wird wieder eine neue Folge hochgeladen. Hören kann man den Podcast „Wake Up! Futter fürs Hirn“ auf allen gängigen Podcastplattformen wie Spotify, Deezer, Soundcloud etc. oder auf der Webseite www.futter-fuers-hirn.de, wo auch alle weiterführenden Infos zu finden sind. Informationen zu jeder neuen Folge gibt es auf Facebook-Seite oder Instagram-Seite des Vereins.

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