Stadträte Weber und Weishäupl informieren bei Jahreshauptversammlung der JWU

Freyung. Nach einer corona-bedingten Verschiebung um rund vier Monate führte die Junge Wähler Union Freyung e. V. ihre zunächst für Ende März geplante Jahreshauptversammlung durch. Themen der Versammlung waren u. a. die Analyse der Kommunalwahl vom 15. März 2020 sowie ein erster Arbeitsbericht der neu konstituierten Stadtratsfraktion.

Der 1. Vorsitzende, Christoph Weishäupl, freute sich über die positive Entwicklung des Vereins, welcher seine Mitgliederzahl im vergangenen Jahr – auch vor dem Hintergrund der Stadtratswahl – deutlich erhöhen und auf derzeit 32 kommunalpolitisch Aktive und Interessierte ausbauen konnte. Auch hinsichtlich des erzielten Stimmenzuwachses bei der Kommunalwahl zeigt sich Weishäupl zufrieden. „Die JWU konnte ihr Ergebnis um rund 1.000 Stimmen steigern und entsendet zwei neue, junge Mitglieder in den Stadtrat. Unserer Zielsetzung konnten wir somit umfassend gerecht werden“, bilanziert der Vorsitzende.

In seinem Rückblick konnte Weishäupl zudem von vielfältigen Aktionen und Aktivitäten, von regelmäßigen Quartalstreffen und politischen Stammtischen, über Informationsbesuche, bspw. im Gesundheitszentrum Waldkirchen, beim Privaten Rettungsdienst Stadler und der Freiwilligen Feuerwehr Freyung, sowie die Beteiligungen am Faschingsumzug, den Stadtmeisterschaften im Kegeln und Eisstockschießen, dem Weihnachtsmarkt sowie zahlreichen Festen und Veranstaltungen im Stadtgebiet berichten.

Nachdem die pandemische Entwicklung in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 (COVID-19) sowie die dahingehend verfügten Beschränkungen seit Mitte März auch die Aktivitäten der Jungen Wähler Union auf ein digitales Minimum beschränkt hatten, freue man sich nun umso mehr, dass die zwischenzeitlich erzielten Erfolge in der Bekämpfung und Eindämmung der Pandemie eine schrittweise Wiederaufnahme des Vereinslebens ermöglichen würden, so der stellvertretende Vorsitzende Ludwig König.

„Die politische Arbeit und der politische Diskurs leben vom gegenseitigen Austausch. Als mitunter aktivste Gruppierung der Freyunger Stadtpolitik wollen wir im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten auch zeitnah wieder Angebote und Formate schaffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Stadt- und Kreisrat Christoph Weishäupl zur weiteren Jahresplanung.

(v. links n. rechts) Ludwig König (stv. Vorsitzender), Stadt- u. Kreisrat Christoph Weishäupl (1. Vorsitzender) und Stadtrat Sebastian Weber (Foto: JWU FRG)

In ihrem Bericht informierten die Mitglieder der Stadtratsfraktion über ihre Arbeit im Gremium sowie einige aktuelle Themen der Freyunger Stadtpolitik. Stadtrat Sebastian Weber informierte über die Ergebnisse der konstituierenden Sitzung, den anstehenden Ausbau des Dachgeschosses der Volksmusikakademie, die Planungen zur Landesgartenschau 2023, den Beschluss zur Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für die Errichtung von PV-Freiflächenanlagen, die Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule und am Sportplatz Oberfeld sowie den Baufortschritt im Bereich der Westspange und in der Froschau.

Auch auf die derzeit sehr rege Bautätigkeit an den Straßenzügen im gesamten Stadtgebiet wurde eingegangen. Bei einer Vielzahl von städtischen und staatlichen Straßenbaumaßnahmen, wie etwa entlang der Zufahrten zum Stadtzentrum, werde nicht nur die Fahrbahn erneuert, sondern auch stets die „darunterliegende“ Infrastruktur ertüchtigt, wie Stadtrat Weber betont. „Wir tragen Sorge für die Gewährleistung der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, verlegen Lehrrohre und treiben den Glasfaserausbau voran“, so auch der Fraktionsvorsitzende Christoph Weishäupl.

Positive Wahlanalyse auch auf Kreisebene

Ein positives Fazit der Kommunalwahl zog auch der JWU-Kreisvorsitzende Sebastian Schlutz. „Entgegen zahlreicher Erwartungen und Prognosen konnte die JWU sich bei der Wahl des Kreistags in einem größer und heterogener gewordenen Bewerberfeld behaupten und vier Mandate erringen“, so Schlutz. Hierbei sei auch hervorzuheben, dass sich die JWU im Vorfeld der Wahl einem umfassenden Generationenwechsel unterzogen hat und mit einer deutlich verjüngten Liste ohne amtierende Mandatsträger angetreten sei, wie der Kreisvorsitzende weiter unterstreicht.

Das positive Votum der Bürgerinnen und Bürger sei nun Auftrag und Verpflichtung für eine nachhaltige und innovative Gestaltung der Landkreispolitik. Schlutz betonte hierbei insbesondere die Forderung zur Entwicklung einer regionalen Wasserstoffstrategie sowie ein Vorantreiben des Ausbaus technologischer Standortfaktoren. „Wir wollen als Standort für Investitionen und Betriebsansiedlungen attraktiv sein und technologische Fortschritte für die Region nutzbar machen“, so Schlutz. Die geplante Erweiterung des Nationalparks werde seitens des Kreisverbandes und der Kreistagsfraktion umfassend befürwortet.

Zielsetzung der Jungen Wähler Union sei stets eine ganzheitliche Entwicklung der Region. In diesem Zusammenhang appellierte Schlutz auch an den Zusammenhalt im Landkreis. Das Schüren von Neid sowie Konkurrenz- und Kirchturmdenken zwischen den Städten und Gemeinden des Landkreises, wie es von Teilen der Freien Wähler im Falle der Frage nach dem Standort des künftigen niederbayerischen Verwaltungsgerichts derzeit betrieben werde, sei nicht nachvollziehbar, wie der Kreisvorsitzende betont. „Der Versuch einer benachbarten Kommune eine bereits zugesicherte Vergabe streitig zu machen, zeugt von schlechtem politischem Stil und mangelnden Ideenreichtum“, so Schlutz weiter.

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