Raum schaffen für Freude und neuen Lebensmut

Passau. Sehr gut gefüllt war der Malteser-Seniorentreff beim Vortrag der Trauerbegleiterin Birgit Czippek (Foto stehend l.) zum Thema „Trauer – Trauerbewältigung braucht ihre Zeit und ihren Raum.“ Leiterin Gertraud Reichart (Foto stehend r.) erklärte eingangs: „Das Thema passt gut in die Jahreszeit. Es ist etwas, das uns alle angeht und jeden von uns irgendwann einmal betrifft.“

Birgit Czippek kennt den Seniorentreff sehr gut. Sie war die ersten fünf Jahre Leiterin. Und so gab es ein frohes Wiedersehen mit zahlreichen Besuchern, die sie noch aus dieser Zeit kennen.

„Die Aufgabe als Trauerbegleiterin ist etwas, was mich sehr erfüllt und bereichert“, betonte Birgit Cippek zu Beginn ihres gleichermaßen informativen wie ermutigenden Vortrages. Sie erklärte, was Trauer ist, und sprach über Trauerphasen, – zeit und -bewältigung. „Der Weg von schmerzlicher Trennung zu dankbarer Erinnerung ist schwer“, stellte sie fest. „Die einen bekommen schneller wieder den Boden unter die Füße, bei anderen dauert es etwas länger.“ Wichtig sei es, dass man die Trauer zulässt und konstruktiv mit ihr umgeht.

„Ein Neuanfang ist möglich und es gibt eine Zeit danach“, erklärte sie. Viele würden auch meinen, Tränen sind falsch. „Im Gegenteil. Tränen sind das Wertvollste, was uns unser Körper schenkt und wo etwas ins Fließen kommt. Weinen ist keine Schwäche. Es ist eine Stärke, wenn man Gefühle zulässt“, bekräftigte die Trauerbegleiterin.

Ein ums andere Mal gab sie den Zuhörern Trost und Zuversicht. „Wenn wir unserer Trauer Raum geben, wird Raum geschaffen für Freude und neuen Lebensmut.“ Birgit Czippek, die sich ehrenamtlich im KDFB engagiert, zeigte auch die zahlreichen Angebote des Frauenbundes für Trauernde auf und anschließend nahm sie sich noch viel Zeit für Gespräche.

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