Hutthurmer Bürgermeister besucht Malteser

Hutthurm. Seit Jahrzehnten sind die Malteser in Hutthurm eine feste Größe. Vor mehr als 50 Jahren wurde die erste Ortsgruppe gegründet, seit der Gründung der Gruppe „D’Huadinger“ vor gut einem Jahr erlebt das Ehrenamt eine nie gekannte Blüte. Schon im Jahr 1987 wurde das Katastrophenschutzgebäude an der Lusenstraße eingeweiht, wo es seit mehr als zehn Jahren auch eine Rettungswache gibt.

Dort traf sich Bürgermeister Christian Grünberger mit stellvertretendem Diözesangeschäftsführer und Rettungsdienstleiter Werner Kloiber sowie der Hutthurmer Gruppenleiterin Sabine Grundmüller, um sich über die Arbeit der Malteser zu informieren. Bei der Begrüßung berichtete Werner Kloiber gleich von der guten Zusammenarbeit zwischen BRK und Maltesern im Rettungsdienst. „Ich komme gerade vom Schichtwechsel. In der Früh hatten unsere Mitarbeiter Dienst, die Spätschicht übernehmen die Kollegen des BRK.“

Sabine Grundmüller erklärte, dass die Ehrenamtlichen gerade dabei sind, die Räume zu renovieren und umzugestalten und damit ging der Rundgang durchs Haus los. „Verschiedene Einheiten haben hier ihre Heimat“, berichtete Sabine Grundmüller dem Bürgermeister. Neben der Gruppe „D’Huadinger“ und der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst (UGRD), die sie beide leitet, ist im Gebäude auch die Psychosoziale Notfallversorgung untergebracht. „Und der Herzenswunsch-Krankenwagen wird von hier gesteuert“, so Sabine Grundmüller weiter. Christian Grünberger war sichtlich beeindruckt, als er von Sabine Grundmüller erfuhr, dass sich allein in der Gruppe „D’Huadinger“ 99 Ehrenamtliche engagieren. Werner Kloiber informierte den Bürgermeister auch darüber, dass die Malteser in Corona-Hochzeiten einen Einkaufsdienst in Hutthurm angeboten haben.

Groß war die Überraschung bei Christian Grünberger, als Werner Kloiber ihm erklärte, dass im ehemaligen Katastrophenschutzgebäude auch ein Atombunker für 50 Personen untergebracht ist. Er war das nächste Ziel auf dem Rundgang und zugleich ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit des Gebäudes. „Heute stellen wir hier in Hutthurm modernste Technik für unsere Ehrenamtlichen zur Verfügung“, betonte Werner Kloiber. Unter anderem befindet sich dort ein großes Kleiderlager. Erst kürzlich zeigte sich, wie sinnvoll und nützlich es ist. Beim Einsatz an der Corona-Teststation an der Autobahn konnten dadurch innerhalb kürzester Zeit 30 Ehrenamtliche eingekleidet werden.

Nächster Halt war der Ausbildungsraum, wo in normalen Zeiten auch Einsatzsanitäter- und Rettungsdiensthelfer-Lehrgänge stattfinden. Werner Kloiber betonte dabei, dass Hutthurm durch die zentrale Lage ein großer Pluspunkt sei. Im Moment sei eine Nutzung für Ausbildungen problematisch, da nur sieben Personen sich währenddessen dort aufhalten dürften. Denn natürlich war auch Corona ein Thema bei dem Treffen. So berichtete Werner Kloiber über zusätzliche Maßnahmen, die erst kürzlich im Rettungsdienst eingeführt worden sind.

In der Garage präsentierten die beiden Malteser dem Bürgermeister die Fahrzeuge für die ehrenamtlichen Dienste: den Gerätewagen (GW) SAN, der bei Großschadenslagen zum Einsatz kommt und der Einzige seiner Art im Landkreis Passau ist, sowie den Rettungswagen der UGRD mit dem Funkrufnamen Johannes Hutthurm 71/70. Sabine Grundmüller, die hauptamtlich als Rettungssanitäterin bei den Maltesern arbeitet, berichtete stolz: „Er wird rein ehrenamtlich betrieben und wir können ihn immer besetzen.“ Der letzte Bereich auf dem Rundgang war die Rettungswache mit Lager, Umkleide- und Sanitärräumen.

Beim Abschied bedankten sich Werner Kloiber und Sabine Grundmüller beim Bürgermeister dafür, dass der Bauhof die Schneeräumung vor den Garagen für die Einsatzfahrzeuge der Ehrenamtlichen übernimmt, die ja oft sehr schnell ausrücken müssen. Noch bevor die beiden bitten konnten, ob das auch weiterhin so sein wird, sagte Christian Grünberger dies auch schon zu.

Er war sichtlich beeindruckt von dem, was die Malteser in Hutthurm auf die Beine stellen. Aber auch von der guten Zusammenarbeit zwischen den Maltesern und dem BRK. Werner Kloiber hatte ihm berichtet, dass so etwas wie in Stadt und Landkreis Passau wohl in Bayern, ja in ganz Deutschland einmalig sei. „Wir arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander für unsere Mitmenschen“, betonte der Rettungsdienst-Leiter.

„Dass zwei Rettungsorganisationen so gut zusammenarbeiten, dass ist schon unglaublich.“ erklärte Christian Grünberger. Und dass die Zusammenarbeit nicht nur im Rettungsdienst, sondern auch auf Vereinsebene so eng ist, fand auch er „im weiten Umkreis einmalig.“

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