Naturpark unterwegs an Donau und Altwasser

Bei der diesjährigen Vogelexkursion des Naturparks Bayerischer Wald in Niederalteich gab der Natur- und Landschaftsführer Frater Ludwig Schwingenschlögl von der Abtei Niederalteich seinen Zuhörern einen einzigartigen Einblick in die vielfältige Vogelwelt an der Donau.

Trotz des regnerischen Aprilwetters konnten 45 verschiedene Vogelarten entdeckt werden. Sowohl für ornithologische Neulinge, wie auch gelernte Profis, war es eine spannende und lohnende Exkursion. Gekonnt verstand sich Frater Ludwig Schwingenschlögl darauf, die Exkursionsteilnehmer an seiner 40 Jahre langen ornithologischen Erfahrung teilhaben zu lassen. Mit spannenden Informationen, über die gesichteten oder anhand ihres Gesangs identifizierten Arten, begeisterte er seine Zuhörer. So lassen sich bei vielen Vogelarten Männchen und Weibchen anhand ihres verschieden gefärbten Federkleides unterscheiden. In der Fachsprache wird dieses Phänomen Geschlechtsdimorphismus genannt. Während die meist farbenfroheren Männchen durch ihr Aussehen ein Weibchen beeindrucken wollen, profitieren die Weibchen von einem unauffälligen Federkleid, welches sie vor Fressfeinden schützt. Der schon oft in den frühen Morgenstunden zu hörende Vogelgesang dient nicht nur der Partnerwerbung, sondern wird auch zur der Revierabgrenzung genutzt. Zudem gibt es Arten, bei denen die Jungvögel den arteigenen Gesang durch Zuhören erlernen. Einige Vögel singen aber auch nur zum eigenen Vergnügen.

Gesichtete Arten wie der Kuckuck, der Zilpzalp oder der  Stieglitz singen ihren eigenen Namen und sind daher gerade für „Vogelstimmenneulinge“ einfach zu erlernen. Arten wie die Kohlmeise, die Singdrossel oder der Star imitieren in ihrem Gesang andre Arten und können dadurch für kurzfristige Verwirrung sorgen.

Vom Turmfalken über den Gartenrotschwanz bis hin zum Gänsesäger war für jeden Vogelliebhaber etwas Interessantes zu beobachten. Am Donaualtwasser rundeten ein Teichrohrsänger und ein Silberreiher das gesichtete Repertoire ab, ehe Bildungsreferent Hartwig Löfflmann und Naturpark-Rangerin Lea Stier die Exkursionsgruppe verabschiedeten.