Kann Karrieremesse digital funktionieren?

Lkr. Freyung-Grafenau. Herbst ist Messezeit. Ob Verbraucher-, Fahrzeug-, oder Karrieremesse – eigentlich wären die Messehallen auch in diesem Jahr wieder proppenvoll mit Besuchern. Dass diesmal alles anders kommt, dass es diesen Herbst keine physischen Messen geben kann, steht fest. Viele Veranstaltungen – auch die Ausbildungs- und Arbeitsbörse Freyung-Grafenau „AuA“ – sind deshalb schon ganz abgesagt oder – wie im Fall der „AuA“ – ins kommende Jahr verschoben. Bei vielen Events ist das möglich und auch die einzige Alternative.

Aber was ist mit dem Thema Ausbildung und Karriere? Es gibt trotz der Pandemie-Situation Menschen, die auf der Suche nach einem neuen Arbeits- oder einen Ausbildungsplatz sind. Und genauso geht es im Umkehrschluss auch den Unternehmen und Betrieben: Weiterhin müssen wichtige Stellen besetzt oder händeringend Azubis gesucht werden.

Wie wäre es deshalb, die Karrieremesse als Instrument einfach dorthin zu verlegen, wo Arbeitssuchende heutzutage sowieso unterwegs sind: Im Internet! Online-Stellensuche, Job-Newsletter oder Kontaktpflege über die sozialen Netzwerke sind längst Normalität – kann deshalb nicht auch eine Karrieremesse digital funktionieren?

Das Motto des Jahres in diesem Zusammenhang heißt: Ausprobieren! Auf Initiative von Landrat Sebastian Gruber bringen Regionalmanagement, Wirtschaftsförderung und Jobcenter Freyung-Grafenau noch bis 30. November 2020 eine virtuelle Messe-Welt in den Landkreis.

Gemeinsam mit dem Dienstleister „Oabat“, einem jungen Startup aus der Region, präsentieren die Projektpartner eine Onlineplattform, über die Betriebe und Unternehmen aus der Region sich und ihre Arbeits- und Ausbildungsstellen präsentieren. Zentral dabei ist die Möglichkeit, im Rahmen einer Chat-Funktion direkt mit den Personalverantwortlichen, aber auch mit Lehrlingen Kontakt aufzunehmen, Fragen zu stellen, oder auch persönliche Termine zu vereinbaren. Rund 50 Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen sind dabei, so dass eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen, Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten über die „digitale AuA“ kommuniziert werden.

Für die Organisatoren der Ausbildungs- und Arbeitsbörse heißt es aus der Not eine Tugend machen, und die Vorteile eines virtuellen Events zu nutzen. Einer der haupt-Pluspunkte einer virtuellen Messe: Das oft stressige Messeumfeld kann vermieden werden. Stattdessen sucht man bequem zurückgelehnt vom Laptop, Tablet oder Smartphone aus nach den gewünschten Informationen und Gesprächspartnern. Von woher und wann auch immer. Das trifft auch auf die virtuelle Ausbildungs- und Arbeitsbörse Freyung-Grafenau zu. Ganz ohne Hektik können sich Interessierte einen Überblick speziell über das Ausbildungsplatzangebot der teilnehmenden Unternehmen verschaffen und bei Bedarf – nahezu barrierefrei – Kontakt zu den Verantwortlichen in den Betrieben und Unternehmen aufnehmen, um sich zu informieren.

Gleichzeitig ist es aber auch möglich, sich über die angebotenen Unternehmensportale sich auch „nur“ allgemein über die teilnehmenden Unternehmen zu informieren und über weiterführende Links einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

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