Bürgermeister Heinz Pollak spricht über Erfolge, Ziele und Visionen

Waldkirchen – die größte Stadt im Landkreis Freyung-Grafenau steht momentan so gut da wie lange nicht. Der Verdienst eines Mannes, der seit über fünf Jahren die Geschicke Waldkirchens lenkt: Bürgermeister Heinz Pollak. Im Interview spricht das 43-jährige Stadtoberhaupt über seine Erfolge, seine Visionen sowie über die Frage, ob er 2020 nochmals für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird – oder als Landrat antritt.

Herr Pollak, Sie sind seit 2014 Bürgermeister der Stadt Waldkirchen. Konnten Sie Ihre Versprechen – speziell die Wirtschaft betreffend – die Sie vor der Wahl verkündeten, einhalten?

Den Großteil der Versprechen konnte ich einhalten, beispielsweise neue Gewerbeflächen auszuweisen und neue Betriebe anzusiedeln. Dies wurde mit den Gewerbegebieten in Wotzmannsreut, beim Lobo, in Erlauzwiesel und Sassbach umgesetzt. Der Tourismus war ein weiterer wichtiger Punkt in meinem Wahlprogramm. Wir haben die Tourismuszentrale in ein neues Büro am Marktplatz verlagert, neues Personal eingestellt, neue Werbematerialien erstellt, eine neue Homepage in Auftrag gegeben und viel in den Badepark, die Eishalle und auch neue Wohnmobilstellplätze investiert. Das von mir aufgelegte Leerstandsprogramm, welches der Stadtrat stark unterstützt hat, war ein voller Erfolg, und so haben wir von einst 16 Leerständen derzeit nur noch vier am Marktplatz. Auch der Breitband- und Mobilfunkausbau wurde aktiv vorangetrieben, wir haben hier Millionen investiert.

Waldkirchen hatte bei Ihrem Amtsantritt etwa 10.100 Einwohner, derzeit sind es knapp 10.700. Wie haben Sie das geschafft?

Waldkirchen muss wachsen, um seine Einrichtungen – Kindergärten, Schulen, Infrastrukturprojekte oder Einzelhandel – erhalten zu können. In meiner Amtszeit konnten neue Baugebiete in Lämmersreut, Kapellenfeld 2,3,4,5, Passauer Straße 2, Oberndorf, Augenweide und Dorn realisiert werden. Knapp 300 Bauplätze wurden geschaffen, diese sind mittlerweile fast vollständig bebaut – und zwar mit Ein-, Zwei- und vielen Mehrfamilienhäusern. Somit entstanden viele Mietwohnungen, eine ganze weitere Reihe wird folgen. Derzeit bin ich an der Planung eines neuen Baugebiets in Böhmzwiesel und hoffe, dass auch dieses rasch umgesetzt werden kann.

Ihnen sagt man nach, dass Sie sehr sozial eingestellt sind und gerade diejenigen mit voller Kraft unterstützen, die es nicht so leicht haben…?

Ich habe 2014 begonnen, Spenden für hilfsbedürftige Waldkirchner zu sammeln. Auch in unserer Stadt gibt es leider zahlreiche Personen, denen es finanziell sehr schlecht geht. Viele Rentnerinnen und Rentner kommen kaum über die Runden. Auch Familien sind vereinzelt betroffen. Ich denke, nur wir vor Ort können diesen Personen helfen, und daher bitte ich jedes Jahr meine Mitbürger um Spenden. In den vergangenen Jahren verteilte ich diese Spenden am 23. und 24. Dezember persönlich bei den Hilfsbedürftigen. Es kann auch in vielen Waldkirchner Geschäften, die sich sofort angeschlossen haben, in dort aufgestellte Spardosen gespendet werden. Ich denke, auch das ist eine Hauptaufgabe eines Bürgermeisters: nicht nur jammern, sondern selbst handeln.

Das ganze Interview zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 44/19.