Freyung (di). Vertreter der Volkshochschule des Landkreises Freyung-Grafenau (vhs) und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis (KEB) haben im Rahmen eines Arbeitsfrühstücks Wege und Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit erörtert. Am Ende des Treffens in der Freyunger KEB-Geschäftsstelle konnten bereits erste Kooperationsfelder abgesteckt werden.

Michael Dietz, vhs-Geschäftsführer, legte in seinem Eingangsstatement dar, dass die vhs in Zukunft eine bessere Zusammenarbeit mit den Bildungsträgern im Landkreis anstrebt. Dietz: „Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, wenn die einzelnen Kursanbieter auf das setzen, was sie am besten können und damit das Bildungsangebot im Landkreis unter dem Strich qualitativ hochwertiger wird.“ Ein echtes Miteinander statt Konkurrenzdenken also. Dass die vhs mit diesem Credo bei der KEB offene Türen einrennt, zeigte der weitere Verlauf des Gespräches. Barbara Schwarzmeier, Geschäftsführerin in Elternzeitvertretung bei der KEB, stellte fest, dass Parallelangebote, beispielsweise im Sprachenbereich häufig dazu führten, dass ausgeschriebene Kurse weder bei der KEB noch bei der vhs mangels Teilnehmerzahl zustande kämen. „Das kann keiner wollen – am wenigsten unsere Kunden“. Ein seitens der KEB aufgezeigter Lösungsansatz könne sein, dass die KEB ihr Sprachenangebot zurückfährt, da die Volkshochschule hier gut aufgestellt ist und sich als Sprachenkompetenzzentrum im Landkreis weiter entwickeln möchte. Im Gegenzug werde die vhs, so die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Sprachen und EDV, Miriam Erkens, an Unterrichtsorten mit etablierten KEB-Gesundheitsangeboten, keine inhaltsgleichen Kurse anbieten. Eine weitere Form der Zusammenarbeit: vhs und KEB werden künftig Anfragen zu Kursen, die man selbst nicht im Programm hat, an den jeweils anderen Bildungsträger weiterleiten. Vorstellen könne man sich auch die gemeinsame Bewerbung von Veranstaltungen, die nur mit großen Teilnehmerzahlen kostendeckend kalkuliert werden können, etwa im Bereich von religiösen Bildungsfahrten und Kulturreisen oder hochkarätigen Vorträgen. In der Schlussrunde vereinbarten vhs und KEB, die neben der Geschäftsführerin auch durch Dr. Hanna Seidl (2. Vorsitzende) und Pfarrer Markus Krell (3. Vorsitzender) vertreten wurde, weiter in Kontakt zu bleiben und weitere Formen der Zusammenarbeit zu suchen. Markus Krell in der Schlussrunde: “Wir haben sehr offen miteinander geredet und eine gute inhaltliche und menschliche Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit gelegt.“

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