Literarisch-musikalische Präsentation des Viechtacher lichtung verlags am 13. April

(von Tobias Schmidt)

Immer wieder gern berichtet MEIN PASSAU über Buchpublikationen des lichtung verlag aus Viechtach.

Schon vor Jahren etwa über Friedrich Brandls Jugendbuch zur Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf „Wieder am Bauzaun“, bedrückend beeindruckend waren auch die Sachbücher „Wir hatten keine Jugend“ und „Verbrechen Liebe“ über Zwangsarbeiter in Ostbayern während der Zeit des Nationalsozialismus des Regensburger Rundfunkjournalisten Thomas Muggenthaler. Es folgten zum Beispiel das noch vom Verlagsgründer Hubert Ettl edierte ReiseLeseBuch „Niederbayern“, oder jüngst Harald Grills Balkan-Tagebuch „Hinter drei Sonnenaufgängen“. In der Lyrikecke künden die Verse des Halunken „Samuel Knotterbeck“ von den literarischen Talenten des Filmemachers Marcus H. Rosenmüller, daneben reiht sich der Passauer Lyriker Friedrich Hirschl ins „Stille Theater“, und auch wenn wir den Titel der Anthologie „Vastehst me“ unglücklich fanden, dieses Kompendium bairischer Mundartlyrik der letzten 40 Jahre bleibt ein literarischer Schatz, wie ihn wohl nur unabhängige Kleinverlage heben können oder wollen.

Im Bereich der Belletristik besprachen wir zuletzt Marianne Achs Muttermonolog „Von gestern eine Spur“ und „Bushaltestelle“, Ulrike Anna Bleiers Erzählung vom Nicht-Gesehen-Werden und Sich-unsichtbar-Machen in Familien. Zur Lektüre empfohlen sei auch das schon länger als der Verlag bestehende Kulturzeitschrift ostbayerischesmagazin lichtung.

Am Samstag, 13. April, werden die beiden Geschäftsführerinnen des lichtung verlag Kristina Pöschl und Eva Bauernfeind im Rahmen einer Lesung einen unterhaltsamen Überblick über das Verlagsprogramm geben. Dazu spielt die Musikerin, Schauspielerin und Kabarettistin Barbara Dorsch. Selbstverständlich bringt „La Dorsch“ bei dieser Gelegenheit Literaturadaptionen zu Gehör, auch solche von der lichtung.

Lassen Sie sich überraschen. Veranstaltungsbeginn ist um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Musik wird gebeten.