MdL Muthmann zum Erfahrungsaustausch bei der Firma AVS Römer

Einige Themen, die der Firma AVS Römer unter den Nägel brennen, kamen bei einem Erfahrungsaustausch mit MdL Alexander Muthmann zur Sprache.

Das größte Problem, mit dem sich die Firma derzeit beschäftigt, sei laut den Geschäftsführern Gabriela Römer und Christoph Cegla die Verkehrsanbindung. „Wenn unsere Schichten zu Ende sind, haben wir im Bereich zur Einfahrt auf die Staatsstraße täglich einen Stau mit Wartezeiten bis zu zwanzig Minuten“, erklärte Christoph Cegla. „Wir brauchen hier unbedingt eine neue, verbesserte Verkehrsregelung.“ Denn dieses Problem betreffe nicht nur die Firma Römer, sondern auch sieben weiteren Betriebe, die sich in Reismühle angesiedelt haben. „Insgesamt arbeiten in Reismühle 1000 Mitarbeiter mit steigender Tendenz“, so Gabriela Römer. Allein die Firma Römer stelle monatlich zirka zehn neue Mitarbeiter ein. „Die anderen Firmen haben einen ähnlichen Zuwachs.“ Hier müsse dringend eine Lösung her.

Gabriela Römer und Christoph Cegla haben sich diesbezüglich bereits an den Landrat sowie an den Bürgermeister gewandt mit dem Ergebnis, dass eine Verkehrszählung stattgefunden hat. Laut Muthmann sei eine Verkehrsschau sinnvoll. „Es müssten sich Landrat, Bürgermeister, ein Vertreter des Straßenbauamtes sowie die Polizei gemeinsam ein Bild von der Situation machen“, empfahl der Abgeordnete und versprach, eine solche Zusammenkunft beim Landrat anzuregen.

Ein weiteres Problem ist die fehlende Tempobeschränkung auf der direkt am Betriebsgelände vorbeiführenden Straße. „Hier darf Tempo 100 gefahren werden. Das ist zu gefährlich “, berichtete Cegla, der eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 fordert. Kritik übte Cegla auch am ÖPNV-System. „Für unsere minderjährigen Azubis ist es schwer, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen.“ Hier müsse sich die Politik Gedanken über flexiblere Lösungen machen, damit die jungen Menschen auch in der Region bleiben. Laut Muthmann sei diese Forderung, die er bei Betriebsbesuchen oft zu hören bekommt, verständlich. „Für einen Flächenlandkreis wie Freyung-Grafenau ist der Ausbau des ÖPNV allerdings eine Herausforderung.“ Wichtig sei, dass der Freistaat die Kommunen unterstützt. „Im Alleingang können sie dies nicht schaffen.“

Abschließend wollte Muthmann noch wissen, ob es für die Firma schwierig sei, Arbeitskräfte zu finden. Laut Gabriela Römer gebe es keine Probleme, Personal im kaufmännischen Bereich zu finden. „Unser Betriebsklima ist sehr gut.“ Schwieriger sei es, Facharbeiter oder Ingenieure zu finden.

Am Ende des Gespräches führte Betriebsleiter Udo Kronawitter den Abgeordneten noch durch den Betrieb. Muthmann bedankte sich für das informative Gespräch und versprach, sich um die angesprochenen Probleme zu kümmern. Was Muthmann bei dem Besuch besonders aufgefallen ist, ist die Aufmerksamkeit, die Gabriela Römer allen Mitarbeitern entgegen bringt. „Das ist sicherlich schön für die Mitarbeiter, eine so einfühlsame Chefin zu haben“, lobte Muthmann.