In seiner Sitzung am 29.09.2015 befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit der Verkehrssituation im Bereich Hängebrücke – Ilzdurchbruch.
Die Verwaltung schlägt vor, die Überlegungen des Staatlichen Bauamtes zur Verbreiterung des Gehweges von der Hängebrücke bis zur Obernzeller Straße zu begrüßen.

Mit Schreiben vom 12.05.2015 hat das Staatliche Bauamt Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich Hängebrücke – Ilzdurchbruch vorgelegt und bei einem gemeinsamen Termin mit den Fachstellen am 20. Juli 2015 näher erläutert. Von Seiten des Staatlichen Bauamtes bzw. eines externen Ingenieurbüros wurde eine mögliche Auskragung auf der Stützmauer Richtung Donau und eine Verschwenkung der bestehenden, südlichen Fahrstreifen mit gleichzeitiger Reduzierung der Fahrstreifenbreite zu Gunsten einer Verbreiterung der Geh- und Radwegeflächen untersucht.

Durch die Verschwenkung der Fahrbahn und die Reduzierung der Fahrstreifenbreiten könnte der Gehweg bis auf einen kurzen Abschnitt auf eine Breite von 3,25 m verbreitert werden. Im Bestand beträgt die Gehwegbreite derzeit nur ca. 2,50 m. Die Verbreiterung entspricht zwar nicht ganz den empfohlenen Richtwerten beim Neubau von Geh- und Radwegen, in Abwägung der Gesamtsituation kommt jedoch die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass der verbreiterte Gehweg für den (langsamen) Radverkehr in beide Richtungen wieder frei geben werden könnte und damit die Situation für den Radverkehr im Ilzdurchbruch (Donauradweg) deutlich verbessert würde.

Eine weitergehende Verbreiterung des Gehweges oder die Verschiebung des Gehweges für eine eigenständige Linksabbiegespur würde dagegen eine größere Auskragung und aus statischen Gründen einen Abriss und Neuaufbau der bestehenden Stützmauer zur Donau erfordern. Die hierfür benötigte Bauzeit beträgt ca. 23 Wochen, wovon für 20 Wochen die rechte Fahrspur stadtauswärts komplett gesperrt wäre und somit für den Verkehr nicht zur Verfügung stünde. Die Baukosten für die Auskragung liegen nach derzeitiger Kostenschätzung bei rd. 800.000 Euro brutto für diesen Bereich. Während die (einfache) Verbreiterung des Gehweges kurzfristig (2016) vom Staatlichen Bauamt umgesetzt werden könnte, müsste für die größere Auskragung voraussichtlich ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden.

Die Verwaltung wird beide Projekte in der Sitzung näher erläutern.

(Pressemitteilung, Stadt Passau)