Arbeiten auf geräumtem Winterwanderweg – Schaffung von Hochstümpfen und Wurzeltellern

Bayerisch Eisenstein. In der kalten Jahreszeit ist die Forststraße von Bayerisch Eisenstein zum Schwellhäusl ein beliebter Winterwanderweg. Nun wurde die Strecke über den Hochbergsattel von der Nationalparkverwaltung pünktlich vor den ersten Schneefällen gesichert. Nötig war dies, weil viele abgestorbene und somit instabile Fichten potentielle Gefahren darstellten.

Der geräumte Weg wird nicht nur als Zulieferroute für das Ausflugslokal genutzt, sondern auch von vielen Wanderern. „Bei der Verkehrssicherung im Nationalpark werden andere Vorgehensweisen als in Wirtschaftswäldern gewählt“, erklärt Sachgebietsleiter Franz Baier. Links und rechts des Weges wurden zwar auch einige Bäume gefällt. „Wir haben aber darauf geachtet, besonders wichtige Totholz-Strukturen und -Lebensräume zu schaffen“, so Baierl. Einige abgestorbene Fichten wurden mit einem Bagger umgedrückt, um Wurzelteller zu erzeugen. So entwickeln sich Waldstrukturen, die von Wildbienen und verschiedenen Vogelarten genutzt werden. An anderen Stellen entstanden Hochstümpfe in unterschiedlicher Form und Ausprägung, die für Spechte oder Pilze interessant werden.

Die betroffenen Flächen sind Teil der Naturzone. Daher wird dort nur zu Verkehrssicherungszwecken eingegriffen. Das Biomaterial verbleibt im Wald.