Verbesserung der Planungsgrundlagen im Sinne einer nachhaltigen Verkehrsplanung

Passau. Im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) werden wichtige Ziele und Maßnahmen für das Verkehrsgeschehen in Passau für die nächsten 10 bis 15 Jahre festgeschrieben.

Als Grundlage für die geplante Fortschreibung des VEP vom März 2012 dienen u. a. die Erkenntnisse einer umfangreichen Haushaltsbefragung, welche in den nächsten Tagen starten wird.

Insgesamt 3.000 Haushalte werden in Kürze Fragebögen in ihren Briefkästen finden, anhand derer sie Auskunft darüber geben sollen, wie oft und wohin sie am gewählten Stichtag Donnerstag, 16. Juli 2020 gehen oder fahren, und welche Verkehrsmittel sie dabei nutzen.
Um ein vollständiges und aussagekräftiges Bild über die Verkehrssituation zu erhalten, ist die Beteiligung möglichst vieler Personen erforderlich. Daher bittet die Stadt Passau die betreffenden Haushalte, möglichst zahlreich an der Befragung teilzunehmen. Auf diese Weise kann ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der künftigen Verkehrsplanung im Sinne der Passauer Bevölkerung geleistet werden.

Die Haushaltsbefragung erfolgt selbstverständlich anonym und hält alle Bestimmungen des Datenschutzes ein. Alle 3.000 Haushalte, die einen Fragebogen erhalten, wurden nach Stadtbezirken zufällig ausgewählt. Es wird eine Stichprobe von mindestens 1.000 befragten Personen angestrebt (ca. 2 % der Einwohner), die hinsichtlich der räumlichen Verteilung sowie nach Alter und Geschlecht der Passauer Bevölkerung entsprechen soll. Dies ermöglicht, das Verkehrsverhalten in Passau repräsentativ abbilden zu können.

Um Aussagen zum Mobilitätsverhalten der Passauer Bevölkerung, zum Binnen- und Durchgangsverkehr sowie zum Wirtschaftsverkehr treffen zu können, beabsichtigt die Stadt, mehrere Erhebungen durchzuführen. Als erste große Datenerhebung findet nun eine Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten statt. Im Anschluss daran wird auch eine Betriebsbefragung vorgenommen. Eine Kordonerhebung sowie mehrere Verkehrszählungen wurden Corona-bedingt zurückgestellt und sollen erst im Herbst 2020 stattfinden, da man bis zu diesem Zeitpunkt wieder mit einem regulären Verkehrsaufkommen rechnet. Diese Studien münden schließlich in einem neuen, aktualisierten Verkehrsentwicklungsplan mit erweitertem Prognosehorizont bis 2035.

Bereits im Rahmen des 2012 erstellten Verkehrsentwicklungsplans haben zahlreiche Verkehrserhebungen und auch eine Haushaltsbefragung stattgefunden. Aufgrund der differenzierten Entwicklung der verkehrlichen Lage, u. a. aufgrund der Bevölkerungszunahme und der wirtschaftlichen Entwicklung, sind für eine fundierte Beurteilung des vorhandenen Verkehrssystems aktuelle und belastbare Daten erforderlich.

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