Der Corona-Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming kommt für Rosi Steinberger, grüne Landtagsabgeordnete aus Niederbayern, nicht überraschend. „Es war von Anfang an klar, dass Erntehelfer eine besonders anfällige Personengruppe sind. Viele Menschen auf engem Raum, kaum Möglichkeiten, den nötigen Abstand zu wahren, dazu kommen Verständigungsprobleme. Diese Bedingungen erfordern besondere Sorgfalt bei den Arbeitgebern, aber auch bei den Kontrollbehörden.“, so die grüne Abgeordnete.

Diese Sorgfalt war wohl in Mamming nicht ausreichend vorhanden. Von Anfang an hätten die Betriebe intensiv begleitet werden müssen. Das gebietet die staatliche Fürsorgepflicht. Und das forderten auch die Landtags-Grünen bereits Anfang Mai in einem Antrag. Doch die Staatsregierung ist sich hier keiner Verantwortung bewusst. „Noch im April erhielt ich auf Nachfrage im Ministerium wenige nichtssagende Auskünfte und den Verweis auf ein Formblatt des Bundes“, berichtet Rosi Steinberger. „Aber es geht nicht, Erntehelfer extra einreisen zu lassen, um die Ernte zu sichern, und alles Weitere dem Prinzip Hoffnung zu überlassen.“
Überall dort, wo Menschen auf engstem Raum arbeiten und leben ist das Infektionsrisiko besonders groß. Die Abgeordnete fordert von der Staatsregierung deshalb endlich Verantwortung für diese Menschen zu übernehmen. Dazu braucht es die Identifizierung besonders gefährdeter Gruppen, eine wirksame Kontrollstruktur mit konsequenter Ahndung von Verstößen sowie konsequente, regelmäßige Tests für gefährdete Personengruppen. „Das schulden wir den Saisonarbeitskräften, die Tag für Tag dafür sorgen, dass unsere Lebensmittel vom Feld auf unsere Teller kommen“, so Rosi Steinberger.


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