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    Lesung mit Marianne Ach und „Von gestern eine Spur“ am 19. Oktober 2017 in der Passauer Europabücherei

    (von Tobias Schmidt)

    Passau. Wie kann ein schmales Bändchen von 120 Seiten so sperrig sein? „Von gestern eine Spur“, das aktuelle Buch der aus der Oberpfalz stammenden, heute in München lebenden Autorin Marianne Ach ist eine Sammlung tagebuchartiger Miniaturen.

    Theres, eine Frau in jener Lebensphase, die man bei Männern wohl „die besten Jahre“ nennt, zieht darin eine Zwischenbilanz ihres Lebens. Die Ehe geschieden, der Sohn eines Tages fortgegangen, einzig eine Postkarte bleibt als Lebenszeichen. Sie verliebt sich in einen jüngeren Mann, doch anstatt Gefühligkeit auszubreiten, analysiert Theres (respektive die Autorin) die Beziehung. Und ihre Umgebung: Die Natur, Freunde, allzu neugierige Nachbarn, Familienmitglieder, die ihr bei der familiären Rollenbestimmung eine Rolle rückwärts andienen wollen, die Bücher, die ihr ein Lebensanker sind.
    Und noch einmal ändert sich alles. Marianne Ach schreibt ohne Pathos und in knapper Sprache. „Von gestern eine Spur“ ist weder Apologie noch Ratgeber, am ehesten vielleicht ein nah an der Bewusstseinsstromliteratur angesiedeltes Brevier. Ein persönliches Buch. Für sachlich abgeklärte Zeitgenossinnen und Zeitgenossen. Solche, die alle Larmoyanz hinter sich ließen, ohne dem Sarkasmus anheim zu fallen. Die, an der Lebensmitte angelangt, sich manchen Ballasts entledigen, oder gerade dabei sind. Die etwas oder jemanden frei geben müssen, um eine neue Einsam- oder Zweisamkeit zu gestalten. Die einen Haken hinter etwas, was nicht mehr da und doch stets präsent ist, setzen wollen. Und seien dies große Anstrengungen des Lebens wie Partner- oder Elternschaft.

    Die ehemalige Ordensschwester Marianne Ach ist Passauer Literaturinteressierten durch ihre autobiographischen Romane „Winterherzen: eine Kindheit“ oder „Glück ist ein seltener Vogel“ aus dem nicht mehr existierenden Passauer Stutz Verlag bekannt.
    Mit ihren neuen, in der Viechtacher edition lichtung erscheinenden Bücher vollzieht sie einen Wandel hin zu einer verknappenden, deutungsoffeneren Erzählweise.

    Am Donnerstag, 19. Oktober liest Marianne Ach aus „Von gestern eine Spur“ ab 19 Uhr in der Europabücherei. Der Eintritt ist frei.

    (Bild: Marianne Ach – Foto: Kristina Pöschl/edition lichtung)

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