Theaterfarce und Traumspektakel

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    „Invasion!“ und „Abgeträumt“ – zwei zeitgenössische Kurzdramen bei der Athanor Akademie

    (von Tobias Schmidt)

    Passau. Mitte November zeigt die Passauer Athanor Fachakademie für Darstellende Künste zwei neue Produktionen auf der hauseigenen Studiobühne in der Schulbergstraße 30 in Passau-Grubweg. Zum einen „Invasion!“, Debüt-Stück des schwedisch-tunesischen Autors Jonas Hassen Khemiri (bekannt geworden durch den Roman „Das Kamel ohne Höcker“) in der Regie von Matthias Köhler. In dieser Farce spielen sich vier Schauspielerinnen durch insgesamt 16 Rollen. Flirtende Jugendliche, ein illegal als Apfelpflücker beschäftigter Migrant, eine Journalistin, ein Forscherteam, eine persische Starregisseurin und… …Schauspielerinnen, denn dieses Verwirrspiel um Identität, Gender, Homophobie, gesellschaftliche Ängste und vor allem um den machtvollen Einfluss von Sprache auf unsere Wahrnehmung von Realität, nimmt ausgerechnet auf einer Theaterbühne seinen Lauf. Dort fällt der Name „Abulkasem“ erstmals, macht anschließend als schickes, viral gehendes Kultwort in einer Schule die Runde, landet durch einen unglücklich-liebestollen Zufall bei einem Asylbewerber und wird fortan mit Terrorismusverdacht und Invasionsängsten aufgeladen. Schließlich glaubt ein jeder, „Abulkasem“ zu kennen, doch gesehen hat ihn niemand. „Abulkasem“ verändert sich und seine Bedeutung mit jedem Mal, dass der Name ausgesprochen wird. Er löst Hoffnung, Schmerz, Freude und Frustration aus. Man sieht in ihm das Ungeheuerliche, das Abenteuer, das Fremde, das Anderssein. Und auch die Liebe.

    ‚Invasion!‘ (Quelle: Athanor Akademie)

    Theater über Veränderung: mal schräg, mal unheimlich

    Das zweite Stück „Abgeträumt“ ist eine Collage aus „Die letzte Show“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz und „Da kommt noch wer“ des norwegischen Autors Jon Fosse. Die Regisseure Anna Waibel und Lorenz Dauber erzählen eine Geschichte von Selbstfindung und Nächstenliebe, aber auch von Angst und Paranoia.

    Die Erbin Emilia sitzt im von der toten Tante hinterlassenen Chaos. Mit den Gedanken bei nahenden Prüfungen und bei ihren Beziehungssorgen, schläft Emilia in der fremden Wohnung ein. Und wird im Traum von verschiedenen Gestalten heimgesucht, die sie zwingen, sich ihren Ängsten zu stellen und der Frage nach der richtigen Lebensplanung auf den Grund zu gehen. Ein Traumspektakel der gescheiterten Konversationen, der unheimlichen Maskeraden und der gebrochenen Persönlichkeiten über entscheidende Momente im Leben eines jeden Menschen und darüber, wie uns unsere vielgestaltigen Weltsichten und Emotionen immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen, uns an seelische Abgründe führen, anstatt Entscheidungen in kühl-nüchterner Abwägung zu treffen.

    Beide Athanor-Theaterproduktionen haben am 12. November Premiere. Weitere Vorstellungen: 13., 14., 18. und 19. November 2021. „Invasion!“ beginnt jeweils um 18.30 Uhr, „Abgeträumt“ um 20.30 Uhr – dieses Stück ist zusätzlich auch am 20. November noch ein weiteres Mal zu sehen. Kartenreservierung möglich unter Telefon 0851 20987 117 oder per Email an veranstaltung@athanor.de – es gelten die aktuellen Corona-Regelungen sowie (Stand heute: 08.11.2021) 2G, inklusive FFP2-Maskenpflicht während der Vorstellung.

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