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    Peter Walchshäusl setzt seinen Konzertzyklus über die 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens fort

    (von Tobias Schmidt)

    Passau / Fürstenzell. Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) im vergangenen Jahr, veranstaltete der Pianist Peter Walchshäusl einen Konzertzyklus mit sämtlichen, zwischen den frühen 1790er Jahren und 1822 entstanden 32 Klaviersonaten Beethovens samt musikhistorischer Einordnung dieser Werke. Wegen der Corona-Pandemie, konnten bislang lediglich drei der geplanten acht Konzerte stattfinden, doch nun darf man sich auf eine Fortsetzung im EW-Saal und der Fürstenzeller Portenkirche freuen.

    „Erfolg und Heiligenstadt“ ist der vierte Zyklusteil überschrieben: Gemeint ist das Kurbad nahe Wien, in welches sich Beethoven im Frühjahr 1802 begab. Darmkoliken, Fleckfieber und wohl im Zuge dessen die beginnende Ertaubung, hatten den Starmusiker gesundheitlich und psychisch aufgezehrt. Gerade einmal Anfang 30, meinte Beethoven, seinen nahen Tod zu fühlen. Ein zu Lebzeiten nie abgeschickter Brief an seine Brüder, das „Heiligenstädter Testament“, gibt über diese Existenz- und Schaffenskrise Auskunft. Hatte Beethoven diese überwunden, als er im Herbst desselben Jahres nach Wien und zum Konzertbetrieb zurückkehrte?

    Die damals komponierten Klaviersonaten lassen eine solche Deutung zu. Peter Walchshäusl wird dies zu Gehör bringen. Da ist zunächst die Sonate Nr. 12 As-Dur op.26 („Trauermarsch“), die später stilbildend für Franz Schubert werden sollte, sowie die Sonate Nr. 13 Es-Dur op.27, 1, welche das Hören als Prozess erlebbar macht. Außerdem erklingen zwei der wohl berühmtesten Klavierwerke überhaupt, die Sonate Nr. 14 cis-Moll op.27,2 („Mondschein-Sonate“), die in ihrer Versunkenheit und ihren bis dato ungehörten eruptiven Ausbrüchen einer psychologischen Seelenschau des Komponisten gleicht, und die Sonate Nr. 15 D-Dur op.28 („Pastorale“), hinter deren meditativem Vorhang sich subversive Abgründe auftun.

    Peter Walchshäusl (Foto: Schmidt)

    „Beethoven reloaded. Konzert 4: Erfolg und Heiligenstadt“ kommt zweimal zur Aufführung. Am Samstag, 20. November 2021 um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Festspiele Europäische Wochen Passau, Nibelungenplatz 1 (vormals Piano Mora) und am Sonntag, 21. November um 17.00 Uhr in der Portenkirche Fürstenzell.

    Karten zu 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) sind unter peter@walchshaeusl.eu oder Telefon 0176 84547944 reservierbar. Um Voranmeldung und Beachtung der aktuellen Corona-Regeln wird gebeten.

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