Stadträte Georg Steiner und Jonas Ludwig Weidenthaler antworten Jürgen Dupper

Passau. Auf den ‚Offenen Brief‘ des Oberbürgermeisters der Stadt Passau haben nun die beiden Stadträte Steiner und Weidenthaler ebenso mit einem offenen Brief reagiert:


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Lieber Jürgen,

vielen Dank für die schnelle öffentliche Beantwortung der Fragen. Insbesondere freut uns, dass die Probleme beim Hygienekonzept inzwischen geklärt sind. Da scheint es offenbar aber auch innerhalb der Black Hawks einen unterschiedlichen Informationsstand zu geben. In erster Linie ging es bei unserer Anfrage hinsichtlich der Black Hawks und anderer Vereine nicht um konkrete finanzielle Leistungen durch die Stadt, sondern vor allem um ideelle Unterstützung.

Darunter verstehen wir insbesondere die unbürokratische Hilfe der Stadt bei der Erstellung von Hygienekonzepten, sowie die städtische Initiative bei passenden Förderprogrammen.

Wir erinnern an den Antrag im Wirtschaftsausschuss vom September 2019 wo es darum ging, im Rahmen des Förderprogramms „Förderung investiver Klimaschutzmaßnahmen – Klimaschutz bei raumlufttechnischen Anlagen“ für die Ertüchtigung der Passauer Halle einen Antrag rechtzeitig zu stellen. Seitens der Stadt erfolgte hier keine Initiative.

Aktuell ging es um das Corona-Förderprogramm, das auf Bundesebene ursprünglich nur für Erst- und Zweitliga-Profisport angedacht war und nur durch intensives Lobbying seitens der Drittliga-Vereine nun auf die Profi-Sportvereine der dritten Liga erweitert werden konnte.

Auch hier war seitens der Stadt, die ja stolz sein sollte auf einen Verein in der dritten Liga, kein Interesse und kein Engagement vorhanden.

Dies stand und steht seitens des Black Hawks und auch von unserer Seite in der Kritik. Nicht nur durch Corona sind unsere Black Hawks in ihrer Existenz gefährdet, sondern auch durch die schlechten Rahmenbedingungen der Passauer EisArena, wo nun seit Jahren bereits ein Tauziehen im Passauer Stadtrat stattfindet. Dabei war die Herangehensweise seitens des Oberbürgermeisters bzw. der Stadtverwaltung bislang eher von Problem- als von Lösungsorientierung geprägt.

Profisportvereine erhalten in anderen Städten einen deutlich höheren Stellenwert und sowohl ideelle wie auch finanzielle Wertschätzung für Ihre Arbeit auch als positives Aushängeschild einer Stadt.

Man sollte sich in diesem Zusammenhang seitens der Stadt auch nicht nur auf die Regelungen auf Landes- und Bundesebene zurückziehen, sondern auch selbst deutlich machen, dass man den Sportbetrieb unterstützt und dahintersteht.

Dies haben die Black Hawks sowohl in der aktuellen Corona-Situation wie auch in der schon länger laufenden Debatte um die Ertüchtigung der EisArena vermisst.

gez.
Georg Steiner
Stadtrat
CSU

Jonas Ludwig Weidenthaler
Stadtrat
Zukunft Passau e.V.

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