Die Universität Passau hat im Jahr 2015 einen Zuwachs an Fördermitteln der Europäischen Union verzeichnet. Insgesamt erhielt die Universität knapp 5,3 Millionen Euro aus Programmen der EU, davon rund 3,4 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

„Gemessen an der Größe unseres Professoriums haben wir je Wissenschaftlerin und Wissenschaftler fast 30.000 Euro an Forschungsmitteln einwerben können. Mit dieser Relation stehen wir bayernweit an dritter Stelle nach der Ludwig-Maximilians-Universität München und der TU München. Das ist für uns ein sehr gutes Ergebnis“, zeigt sich Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth erfreut. In diesem Feld mithalten zu können, bedeute gerade für eine Universität mit nicht-technischem Profil eine große Leistung. „Dieser Erfolg wird getragen von unseren herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – und er zeigt, dass wir mit unserem konsequent interdisziplinären Ansatz sowie dem Ausbauprogramm ‚Technik Plus‘ in die richtige Richtung gehen“, so Jungwirth weiter.

Neben den Mitteln für Forschung und Entwicklung, mit denen 22 Projekte vorangetrieben werden, erhielt die Universität Passau 2015 rund 750.000 Euro aus Bildungsprogrammen wie beispielsweise ERASMUS; hinzu kamen weitere 1,1 Millionen Euro aus Strukturfonds der EU. Zu den wichtigsten Strukturfonds zählen die Programme des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) – beispielsweise für Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, Grenzübergreifende Zusammenarbeit Bayern-Österreich und Grenzübergreifende Zusammenarbeit Bayern-Tschechische Republik – sowie der Europäische Sozialfonds (ESF), der u. a. gezielte Projekte zur Verbesserung der Qualifizierung von Arbeitskräften unterstützt.

„Strukturfonds-Projekte dienen nicht primär der Förderung von Grundlagenforschung, sondern fördern zwei weitere zentrale Universitätsaufgaben: die Internationalisierung und den Ideen-, Wissens-  und Technologietransfer in Wirtschaft und Gesellschaft hinein.

Wie überzeugend die Vorhaben unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf diesen Gebieten sind, hat sich in den jüngsten Erfolgen bei den INTERREG-Programmen Bayern-Österreich und Bayern-Tschechien erneut bestätigt“, so die Präsidentin. Allerdings habe die Universität Passau zur Finanzierung der genannten Projekte nicht unerhebliche Eigenanteile zu leisten – doch auch hier professionalisiere sich die Universität zunehmend, so Jungwirth.