EVP-Vorsitzender Manfred Weber spricht deutliche Worte und vergisst dabei unsere Region nicht

“Ich bin eigentlich immer viel unterwegs.“ So entspannt kommentierte der Niederbayer Manfred Weber, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, unsere Frage zu seinem Alltag. Eine Aussage, die in dieser Lässigkeit deswegen so bemerkenswert ist, weil dieser Mann zusammen mit seinen Kollegen Tag für Tag die Geschicke von insgesamt 28 Staaten lenkt. Wie “unentspannt“ das oft sein kann, zeigen Streitthemen wie der Brexit, die EZB-Politik und die Flüchtlingsdebatte. Die Uneinigkeit bei solchen wichtigen Themen hat Europa insgesamt in ein unruhiges Fahrwasser manövriert. Trotzdem nahm sich Weber, im Rahmen eines FRG-Besuches, Zeit für ein Gespräch im MuW Medienhaus – und fand klare Worte zum Thema Europa und zu unserer Region.

Auch am Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen gab Weber seine Ausführungen zu spannenden europäischen Themen zum Besten (Foto: JGG Waldkirchen)

Auch am Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen gab Weber seine Ausführungen zu spannenden europäischen Themen zum Besten (Foto: JGG Waldkirchen)

Neben seinen Besuchen am Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen und beim 2. Rotary Forum in Freyung, fand Manfred Weber Zeit, uns im Medienhaus auf Kaffee und Kuchen und einen kleinen politischen Plausch zu besuchen. Schon zu Beginn des Gesprächs wurde klar: Europapolitik ist nicht so weit weg von Niederbayern, wie viele von uns denken.

Die Stimme der Bürger hören

“Meine Aufgabe besteht darin, im Parlament Konsens zu erzeugen“, erklärt Weber und fährt fort, “aber man darf nicht nur Diplomat sein, man muss auch führen. Deshalb sind mir regionale Besuche, wie heute im Bayerischen Wald, sehr wichtig. Man nimmt dabei einfach sehr viel auf. Was die Bürger denken, hört man im Parlament natürlich nicht oft. Dabei ist gerade das für Politiker extrem wichtig. Man muss sich ganz konkret bewusst machen, was man für die Region liefern kann. Das Parlament in Brüssel klingt für viele sehr weit weg, aber man muss es dann schaffen, die europäische Politik auf die Region herunter zu brechen.“
Als Beispiel, bei dem das gelungen ist, nennt Weber die Fördermittel für den niederbayerischen Tourismus. Dadurch entstünden Arbeitsplätze und die heimische Wirtschaft werde angekurbelt. Was viele nicht wissen: die Hälfte dieser Fördergelder kommen aus Europa. “Wir haben heute eine Hotelszene, wie es sie wahrscheinlich nicht einmal in Oberbayern gibt. Aber das ist eben auch der Tatsache geschuldet, dass wir da wirklich Geld auf den Tisch legen.“

(Die ganze Story zum Nachlesen in der ‚Neuen Woche‘ (PDF), Ausgabe KW 49/16)

(Titelbild: Stellte sich geduldig unseren interessierten Fragen: der EVP-Vorsitzende Manfred Weber – Foto: MuW/h.schoppa)