Inobhutnahmen und Leistungsfälle in Bezug auf unbegleitete minderjährige Ausländer sind in Passau im vergangenen Jahr nochmals deutlich gesunken.
Dies geht aus dem Bericht des Rechnungsprüfungsamtes über die Prüfung der Jugendhilfe hervor, der dem Rechnungsprüfungsausschuss am 22. März vorgestellt wird. Aus diesem Grund kündigte Oberbürgermeister Jürgen Dupper eine Neuorganisation des zuständigen Personals an.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Vor ziemlich genau drei Jahren haben wir im Stadtrat beschlossen, eine eigene Abteilung für unbegleitete minderjährige Ausländer einzurichten, um die Betreuung der massiv angewachsenen Zugänge bewältigen zu können. In Spitzenzeiten waren 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dieser außgergewöhnlichen Herausforderung befasst. Da die Fallzahlen und damit der Arbeitsaufwand aber mittlerweile deutlich zurückgegangen sind, werden wir die Abteilung auflösen und die Aufgaben in den regulären Sozialdienst des Jugendamtes integrieren. Vollzogen wird dies spätestens mit dem Bezug des neuen Jugendamtgebäudes in der Vornholzstraße, das voraussichtlich im Herbst dieses Jahres fertiggestellt wird.“

Konkret gingen die Inobhutnahmen von 2015 auf 2017 von 1.797 auf 35 sowie die Leistungsfälle von 89 auf 27 zurück. Dementsprechend wurde seither auch die Personalstärke in der zuständigen Abteilung angepasst, so dass mittlerweile nur noch zwei Mitarbeiterinnen ausschließlich mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern befasst sind. Ebenfalls entspannt hat sich die Situation hinsichtlich der vorhandenen Betreuungsplätze. Der Wegfall externer Angebote stellt mittlerweile kein Problem mehr dar.