Platz zum Leben und Heimat für Menschen mit Behinderung

24 erwachsene Personen mit einer geistigen und oder Mehrfachbehinderung haben in diesen Tagen ihre neue Heimat in Waldkirchen bezogen. Der Umzug von der Caritas-Einrichtung St. Elisabeth in Spiegelau nach St. Elisabeth in Waldkirchen ist abgeschlossen.

Es ist ein Platz zum Leben und Heimat für Menschen mit Behinderung. Der Name ist gleich geblieben, damit auch der Anspruch der Caritas-Einrichtung eine Heimat, einen Lebensort und auch einen Rückzugsort zu bieten. Geändert hat sich der Ort.

Für drei Tage war der Umzug angelegt, eben jede Wohngruppe einzeln. Klar, dass jeder Umzug aufregende Momente mit sich bringt, aber weil gut geplant, ist es „ganz entspannt“ abgelaufen. Die „Neu-Waldkirchner“ sind bestens angekommen, wie Corinna Holzinger vom sozialpädagogischen Fachdienst auf die vergangenen Tage zurückblickt. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich sehr auf die neue Einrichtung gefreut. Es herrschte richtige Aufbruchstimmung. Sie hatten die Baustelle und die neuen Räumlichkeiten ja auch mehrfach besucht. Und sie sind jetzt schon „Zuhause“.

Die ersten Veranstaltungen sind in Planung

Spatenstich war im Oktober 2017. Offizielle Einweihung wird, passend am Elisabeth-Tag, 19. November, sein. Das ist der Gedenktag der Heiligen Elisabeth, die als Heilige der Nächstenliebe verehrt wird und deren Namen viele Wohlfahrtseinrichtungen auch der Caritas tragen.

Es ist auch ein Nachbarschaftstreffen geplant. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die „Neu-Waldkirchner“ persönlich ankommen wollen. Solche Begegnungen gehören auch zum Ankommen in Waldkirchen, sind Teil des Inklusions-Gedanken, gehören zum Hineinwachsen in das kirchliche und politische Leben. Dies dann auch mit der Nachbarschaft von St. Gisela, der ebenfalls neuen Senioren- und Pflegeeinrichtung der Caritas am Karoli. Der Karoli-Park und die Innen-Stadt sind zu Fuß erreichbar. Das heißt nicht nur nahe Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch kurze Wege zu Ärzten und Therapeuten.

Auch im neuen Heim wird viel Wert auf ein gemeinsames Miteinander gelegt, darum isst man in der Gruppe und sucht auch die Dekoration gemeinschaftlich aus (Foto: MuW/b.lehner)

Der Caritasverband für die Diözese Passau e.V. hat für das Projekt und für die Menschen mit Behinderung in diesen Ersatzneubau rund vier Millionen Euro investiert; gefördert mit 2,6 Millionen Euro von der Regierung von Niederbayern und mit 370.000 Euro vom Bezirk Niederbayern.

Optimale Lebens- und Arbeitsbedingungen

Für die Zukunft seien, so Direktor Michael Endres beim Spatenstich vor knapp zwei Jahren, die Betreuung und Freizeitgestaltung sicher gestellt und so „ein Leben in Würde und Selbstbestimmung und vor allem wohltuende Erfahrungen mit der Botschaft Jesu Christi“.

Das wird jetzt eingelöst. Der Ersatz-Neubau wird den neuesten gesetzlichen Anforderungen für Pflege- und Wohnqualität, fachlichen Zielen und inhaltlichen Ansprüchen gerecht. Es wurden optimale Lebensbedingungen geschaffen. Hell, geräumig sind die 24 Einzelzimmer. Vom Querbau mit dem Verwaltungsbereich aus gliedern sich die drei Gruppen-Trakte; dazwischen ebenerdig und damit barrierefrei.

St. Elisabeth gehört mit dem Wohnheim St. Chiara (Freyung) zum Caritas-Wohnheim St. Franziskus in Freyung mit insgesamt 103 Plätzen. Für Diakon Hubert Frömel, den Gesamtleiter, ist es wichtig, für die Bewohner einen Lebensraum zu schaffen, damit sie wirklich „Dahoam“-Sein können. Das beginnt ab jetzt!