Bundesweite Auswahl-Kommission lehnt Vorschlag ab – Kulturamtsleiter Eberle: “Bereits Nominierung ist großartige Wertschätzung für Engagement im Brauchtum“

Passau. Die deutsche UNESCO-Kommission ist dem Vorschlag des bayerischen Kultusministeriums nicht gefolgt, die Goldhauben-Tradition im Passauer Land in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen.

Das hat jetzt der Vorsitzende des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Christoph Wulf, sowie der Generalsekretärs der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in den Bundesrepublik Deutschland, Udo Michallik, dem Kulturreferat des Landkreises mitgeteilt.

Als Grund für die Ablehnung wurde unter anderem die zu geringe Gewichtung von “sozialen und handwerklichen Aspekten“ der Goldhauben-Tradition zugunsten der damit verbundenen repräsentativen Wirkung genannt.

Kulturamtsleiter Christian Eberle: “Auch wenn wir diese Einschätzung nicht nachvollziehen können, so akzeptieren wir natürlich die Entscheidung.“ Allerdings wertete er bereits die Nominierung durch das bayerische Kultusministerium als “großartiges Zeichen der Wertschätzung für die Goldhaubenfrauen im Landkreis und ihr Engagement für gelebtes Brauchtum“.
Eberle zitiert hierbei aus dem seinerzeitigen Schreiben von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der dem Landkreis Passau zu “dieser gelungenen Bewerbung“ gratulierte. Damit sei der Kulturstaat Bayern “bestmöglich repräsentiert“.