Freyung, Landratsamt. Am 15.07.2020 tagte die Lenkungsgruppe Bildung zum letzten Mal in der zweiten Förderphase des Projekts „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Dieses Projekt wird insgesamt vier Jahre (von 2016 bis 2020) im Landkreis Freyung-Grafenau aus Bundesmitteln gefördert.

Zuständige Projektkoordinatorin am Landratsamt Freyung-Grafenau ist Laura Poost aus dem Sachgebiet Landkreisangelegenheiten. Zu den Aufgaben der Bildungskoordination gehört unter anderem die Vernetzung der Bildungsträger des Landkreises und anderer wichtiger Akteure, wie der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. In der letzten Sitzung wurden unter anderem die coronabedingten Einschränkungen für den Bildungsbetrieb besprochen und die weitere Planung der Bildungsangebote abgestimmt.

Obwohl die Förderung – und damit das Projekt – Ende September 2020 ausläuft, werden einige, in den letzten vier Jahren etablierten Bestandteile des Projekts fortgeführt werden. Die Bildungsträgerrunde soll nach Ablauf des Projekts erhalten bleiben und nach Bedarf zwei bis drei Mal pro Jahr tagen.

Außerdem soll das bereits 2016 etablierte Deutsch-Tschechische Informationsnetzwerk ebenfalls erhalten werden. Hier wurden tschechische Bürger, die schon länger im Landkreis leben oder erst neu hergezogen sind, und an Tschechien interessierte Bürger zusammengebracht.

In der vierjährigen Förderperiode wurden von Laura Poost zahlreiche Veranstaltungen begleitet oder koordiniert – neben den Treffen des Deutsch-Tschechisch-Informationsnetzwerks zum Beispiel auch die Veranstaltung „Schule in Bayern – jetzt verstehe ich das“, die zusammen mit dem Schulamt Freyung-Grafenau und der Schulberatung Niederbayern an der Mittelschule Freyung stattgefunden hat. Hier wurde das Schulsystem mit Hilfe von Dolmetschern den anwesenden arabischen und kroatischen Eltern erläutert. Außerdem wurde eine auf der Homepage des Landkreises veröffentlichte Übersicht über die Integrations- und Alphabetisierungskurse, die im Landkreis angeboten werden, erstellt und regelmäßig aktualisiert.

Auch datenbasiertes Arbeiten gehört zum Tagesgeschäft der kommunalen Koordinatorin. So wurden in der Förderperiode zahlreiche Statistiken und Grafiken im Bereich Integration von Neuzugewanderten erarbeitet.
Die Stelle ist im Koordinationsbüro Integrationsarbeit angegliedert. „In den vergangenen vier Jahren konnte damit ein wertvoller Beitrag zur Integrationsarbeit im Bildungsbereich geleistet werden“, so Landrat Gruber. „Wir sind dankbar über die Möglichkeit der Bundesförderung, um die Stelle im Landkreis Freyung-Grafenau finanzieren zu können“, betont Sebastian Gruber.

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