Monte Kaolino: Skispaß im Schnee, der niemals schmilzt

Foto: obx-news

„Ski-Urlaub“ mit Karibik-Feeling mitten in Ostbayern: 35 Millionen Tonnen pulvrig-feines Quarzmehl sorgen garantiert auch in diesem Sommer für eine Auszeit der besonderen Art

Hirschau (obx). Ski und Rodel gut: Während in den Skigebieten der Alpen Skilifte still stehen und urige Aprés-Ski-Hütten auf den nächsten Winter warten, bereiten sich die Wintersportfans am Monte Kaolino, einem der größten künstlichen Sandberge der Welt, auf die gerade jetzt beginnende Hochsaison vor. Denn in der heißen Jahreszeit läuft die 5.600 Einwohner zählende Kleinstadt mitten in der Oberpfalz in Sachen Skispaß spielend St. Moritz und Garmisch den Rang ab. Hirschau kann seinen Gästen mit dem Monte Kaolino auch bei höchsten Temperaturen Pistenspaß mit Skilift, Skiverleih und Aprés Ski im Dünenfreibad bieten.

Hirschaus Skivergnügen ist auf Sand gebaut: 35 Millionen Tonnen pulvrig-feines Quarzmehl, aufgetürmt zu einem 150 Meter hohen schneeweißen Berg inmitten des grünen Oberpfälzer Hügellands. Die riesige Rohstoffdeponie wurde in den letzten acht Jahrzehnten von den Amberger Kaolinwerken aufgetürmt. Im Laufe von mehr als 100 Jahren Kaolinabbau in Deutschlands größtem Abbaugebiet für den feinen Porzellan-Grundstoff, wuchs der weiße Hügel von Jahr zu Jahr immer weiter.

„Der Gedanke, hier auf Skiern herunterzufahren, kam den Hirschauern bereits vor mehr als fünfzig Jahren“, erzählen Einheimische. Der Monte Kaolino in Hirschau zählt heute zu den größten künstlichen Sandaufschüttungen weltweit – und ist mit seiner insgesamt 30 Slalomtore zählenden Abfahrten sowie eigenem Skilift die größte Besucherattraktion der oberpfälzischen Kleinstadt.

Zusätzlich bietet das „Sand-Skigebiet“ eine eigene Kletterstrecke für Fußgänger und eine Aussichtsplattform am Gipfel für alle. Ganz besonders waghalsige Sportfans können sich auch in einen Mini-Bob setzen, der die Mutigen beim „Sand-Zipfelbob-Downhill“ auf der Piste nach unten katapultiert. Besonders Unerschrockene nehmen den Monte Coaster. Der Schlitten erreicht innerhalb zwei Minuten den „Gipfel“, die 800 Meter lange Fahrt bergab bietet Nervenkitzel pur mit einem 350-Grad-Panoramakreisel, mehreren Sprüngen und Wellen sowie sechs 180-Grad-Kurven.

Eines ist sicher, trotz globaler Erderwärmung braucht Deutschlands größtes „Sommer-Skigebiet“ Tauwetter nicht zu fürchten und auch keine Schneekanonen und Beschneiungsanlagen. Die 260 Meter lange Piste mit einer anspruchsvollen Steigung von 35 Grad ist in der schnee- und eisfreien Zeit optimal präpariert – mit feinstem weißem Quarzsand. Bei Freizeit- und Profisportlern liegt der Sandberg zunehmend im Trend: Neben den klassischen Sandskifahrern stürzen sich heute auch immer mehr Sandboarder den insgesamt 110 Meter hohen Berg hinunter. Entspannung und Erfrischung nach der Abfahrt bietet unter anderem ein Dünenbad mit Pools, Rutschen und einem Erlebnisbecken.

Mehr Informationen unter www.montekaolino.eu.