Ob präventiver Antibiotikaeinsatz oder zusammengepferchte Tiere – Massentierhaltung steht in der Kritik. Verschiedene Ansätze sollen das Tierwohl verbessern, doch welches Label sagt eigentlich was aus? Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) plädiert dafür, dass Tierschutz für den Verbraucher transparent gemacht wird, befürchtet allerdings keine Verbesserung durch eine weitere Flut an Labels.

Bei Fleischprodukten, die ein „Bio-Siegel“ oder die Label „Für mehr Tierschutz“ oder „Tierschutz-kontrolliert“ tragen, können die Verbraucher davon ausgehen, dass höhere Standards in der Tierhaltung beachtet werden, so VSB-Ernährungsreferentin Eva Kirchberger.

Auf Bundesebene strebt die Initiative „Eine Frage der Haltung“ einen Weg für freiwillig verbindliche Vereinbarungen für mehr Tierwohl an. Auch auf bayerischer Ebene wurde die „Gemeinsame Erklärung zur Rolle der Tierhaltung und zur Verbesserung des Tierwohls in der bayerischen Landwirtschaft“ erarbeitet. Der VerbraucherService Bayern begrüßt, dass vermehrt versucht wird, die Bedingungen der Nutztierhaltung zu verbessern. Schließlich bedingt eine strengere Berücksichtigung des Tierwohls auch eine Verbesserung der Tiergesundheit und damit auch einen geringeren Einsatz an Medikamenten, insbesondere von Antibiotika.

„Wir treten dafür ein, dass Tierschutz für den Verbraucher transparent gemacht wird und die Einhaltung der Vorgaben neutral und unabhängig kontrolliert wird“ kommentiert Kirchberger: Daher ist es sehr bedauerlich, dass es keine einheitliche gesetzliche Regelung gibt und nun zu der Vielzahl an bereits bestehenden Labels vermutlich noch weitere hinzukommen werden“

Weitere Informationen zum Thema Tierschutz im Supermarkt erhalten Sie in der Beratungsstelle des VerbraucherService Bayern im KDFB, 94032 Passau, Ludwigsplatz 4, Tel. 0851/36248 oder unter verbraucherservice-bayern.de.

(Pressemitteilung, Verbraucher ServiceBayern v. 02.03.2016)

×

(Anzeige)

×