Deggendorf. Zur Bekanntgabe der Gebiete für ein mögliches Atommüll-Endlager durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erklärt der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Deggendorf, Thomas Erndl (CSU):

„Atommüll und Bayerischer Wald passen nicht zusammen. Es ist für mich unvorstellbar, den hoch radioaktiven Abfall am Rande des ältesten und größten deutschen Nationalparks einzulagern. Ich setze mich mit aller Kraft dafür ein, dass es kein Atommüll-Endlager in Niederbayern geben wird. Die wirtschaftliche Existenz unserer Region baut auf Tourismus, Landschaft und Landwirtschaft. Dies wäre mit einem Endlager absolut unvereinbar“ so Thomas Erndl in einer ersten Reaktion.

Erndl betont, dass der vorgestellte Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) jetzt richtig eingeordnet werden müsse. Richtungsentscheidungen sind hier nicht enthalten. „Die BGE hat mit der heutigen Bekanntmachung ihre rein wissenschaftlichen Erkenntnisse vorgelegt. Das einzige Kriterium war die grundsätzliche geologische Beschaffenheit des Untergrundes. In ganz Deutschland kommen theoretisch 90 Gebiete in Frage. Diese Gebiete werden im nächsten Schritt erst genauer untersucht. Der Granit in unserer Gegend ist stark zerklüftet. Damit kann er nicht tauglich für ein Atommüll-Endlager sein. Ich bin überzeugt, dass er im weiteren Verfahren ausscheiden wird“, betont Erndl.

„In der nächsten Phase des Entscheidungsprozesses werden jetzt konkrete Standortregionen ausgewählt, bei denen die Bodenbeschaffenheit genauer analysiert wird. Außerdem müssen dann auch ganz andere Aspekte, darunter auch die Nähe zu Naturschutzgebieten oder der Abstand zur Wohnbebauung einbezogen werden. Die Entscheidung muss und wird am Ende eine politische sein. Ich werde in Berlin ganz entschlossen darauf hinwirken, dass die guten Argumente gegen ein Atommüll-Endlager in Niederbayern gehört werden und unsere Heimat aus der weiteren Betrachtung rausfällt. Atommüll im Bayerischen Wald darf und wird es nicht geben.“

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