Pressekonferenz am 21.06.16 anlässlich der Projektvorstellung 'Gründerzentrum Digitalisierung', v.l.: Dr. Gregor Jaborek, Kanzler der Technischen Hochschule Deggendorf, Prof. Dr. Carola Jungwirth, Präsidentin der Universität Passau, Jürgen Dupper, Oberbürgermeister der Stadt Passau, Dr. Armin Bender, msg systems ag in Passau. Bildnachweis: Stadt Passau

Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern – Gemeinsame Bewerbung von Passau, Deggendorf und Landshut erhält Zuschlag der Staatsregierung

Passau, Deggendorf und Landshut erhalten den Zuschlag für das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern. Das hat die bayerische Staatsregierung heute bekanntgegeben.

Die Stadt Passau hatte sich an dem entsprechenden Wettbewerb mit einem Verbundantrag „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern – GDN“ der drei niederbayerischen Hochschulstandorte Passau, Deggendorf und Landshut mit den Partnern Universität Passau, Landkreis Passau, Technische Hochschule Deggendorf, Innovations Technologie Campus Deggendorf GmbH (ITC1 Deggendorf), Stadt und Landkreis Deggendorf, Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Landshut, Stadt und Landkreis Landshut beteiligt. Als voraussichtlicher Förderbeginn und Maßnahmenstart ist der 01.01.2017 anvisiert.

Statements:

Jürgen Dupper, Oberbürgermeister der Stadt Passau:

„Es freut mich außerordentlich, dass die gemeinsame Bewerbung der Hochschulstandorte Passau, Deggendorf und Landshut bei der Entscheidung über die staatliche Förderung von Gründerzentren, Netzwerkaktivitäten und Unternehmensneugründungen im Bereich Digitalisierung erfolgreich war. Damit ist der Startschuss für das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern gefallen. Nun gilt es, den gewinnbringenden Schulterschluss zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Gebietskörperschaften weiter zu stärken und die Planungen umzusetzen. Das Thema Digitalisierung ist eine große Chance für Niederbayern – für die Wirtschaft, die Wissenschaft und für jeden Einzelnen, die wir nun gemeinsam nutzen werden.“

Franz Meyer, Landrat des Landkreises Passau:

„Das Konzept zum Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern hat überzeugt. Entscheidend war sicher auch, dass die Hochschulstandorte Passau, Deggendorf und Landshut zusammen mit Stadt und Landkreis Deggendorf, Stadt und Landkreis Landshut sowie Stadt und Landkreis Passau gemeinsam ein tragfähiges Netzwerk bilden, um diese hochwertige Infrastruktur für

Existenzgründer aufzubauen und mit Leben zur erfüllen. Es freut mich sehr, dass wir diesen Zuschlag erhalten haben. Es zeigt einmal mehr, dass wir zusammen in der Lage sind, den Standort Niederbayern nachhaltig zukunftsfähig zu gestalten. Der Landkreis Passau steht hinter dieser Kooperation und wir werden unseren Beitrag leisten, damit das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern ein Erfolg für unsere Wirtschaftsregion wird. Von dieser Einrichtung geht auch ein Impuls für die dauerhafte Ansiedlung von Firmen mit digitalem Schwerpunkt aus, den unser Standortmarketing nach Kräften fördern wird.“

Prof. Dr. Carola Jungwirth, Präsidentin der Universität Passau:

„Die erfolgreiche Projekteinreichung ist ein toller Impuls für die gesamte Region Niederbayern als Gründerregion. Wie die vielen Hidden Champions Bayerns zeigen, bieten auch die peripheren Regionen ein hervorragendes unternehmerisches Umfeld. Mit dem Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern können Universität, Stadt und Landkreis und die Wirtschaft vor Ort sich diesen Spirit zunutze und Existenzgründung für ihre besten Köpfe attraktiv machen.“

Günther Pammer, 2. Bürgermeister der Stadt Deggendorf:

„Ich bin sehr stolz und freue mich, dass sich die Jury für unsere Verbundbewerbung und somit auch für den Standort Deggendorf entschieden hat. Gleich anfangs bedanke ich mich bei unserem ITC1 für die gute Arbeit im Vorfeld der Bewerbung sowie natürlich bei allen Beteiligten und unseren Verbundpartnern aus Passau und Landshut.

Wir haben den Zuschlag erhalten, einen Bereich am ITC1 zum Deggendorfer Standort des „Gründerzentrums Digitalisierung Niederbayern“ auszubauen und zu modernisieren. Es sollen kleinteilige Büro- und Entwicklungsflächen sowie ein multifunktionaler Coworking- und Eventbereich entstehen. Grundvoraussetzung im digitalen Zeitalter ist eine hochmoderne technische Infrastruktur mit schnellster Internetanbindung, die es selbstverständlich geben wird. Das ITC1 ist auch deshalb für uns der ideale Standort, weil wir hier auf bestehende Strukturen aufbauen können und nicht von Null beginnen müssen. Dies spart uns Zeit und Geld, was wir wiederum in Projekte, Veranstaltungen oder das Netzwerk investieren können.

Wir, die Stadt Deggendorf und unser ITC1, sind bereit und freuen uns auf das „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern“.“

Christian Bernreiter, Landrat des Landkreises Deggendorf:

„Mit Freude habe ich heute die positive Nachricht erhalten, dass unsere Bewerbung „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern“ für den Standort Deggendorf, gemeinsam mit den Partnern und Standorten Passau und Landshut, erfolgreich war.
Mit dem Konzept aus drei Standorten und einem Netzwerk aus Kommunen, Kammern, Hochschulen und etablierten Unternehmen, das sich über ganz Niederbayern erstrecken soll, sind wir bestens aufgestellt um die Absolventen der Hochschulen und die Jungunternehmer in unserer Region zu unterstützen. Wir als Region der schlauen Köpfe und Macher müssen auf der Welle der Digitalisierung ganz vorne mit dabei sein. Der Landkreis Deggendorf beteiligt sich deshalb gerne am „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern“. Die Fachkräfte von heute und morgen sollen in unserer Region alle Möglichkeiten und Chancen haben.

Ich bedanke mich bei allen die für unsere erfolgreiche Bewerbung fleißig gearbeitet haben. Jetzt haben wir die Möglichkeit die gemeinsam gesteckten Ziele in die Tat umzusetzen. Ich bin mir sicher, dass alle Verbundpartner die bereits begonnene Zusammenarbeit noch weiter ausbauen werden und freue mich auf die Zukunft des „Gründerzentrums Digitalisierung Niederbayern“.“

Prof. Dr. Peter Sperber – Präsident der Technische Hochschule Deggendorf:

„Wir sind hoch erfreut über den positiven Bescheid und ich danke allen Beteiligten die dazu beigetragen haben, das „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern“ auf den Weg zu bringen. Wir werden uns als Technische Hochschule Deggendorf auf sehr vielfältige Art und Weise durch bereits bestehende Angebote zur Förderung von Unternehmensgründungen in dieses neue Netzwerk einbringen können.

Mit den Partnerhochschulen pflegen wir ja schon seit längerem im Netzwerk „INDIGO“ einen intensiven Austausch, davon werden wir jetzt auch bei der Zusammenarbeit im Bereich der Gründerzentren erheblich profitieren.

Danken möchte ich an dieser Stelle auch dem Landkreis und der Stadt Deggendorf, die sich an der Finanzierung des Gründerzentrums in Deggendorf beteiligen. Ein reibungsloser Start ist hier vorprogrammiert, da sich alle Beteiligten bereits seit langem kennen und schon in vielen Bereichen erfolgreich zusammen gearbeitet haben.

Die Technische Hochschule Deggendorf ist startbereit und wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit im neuen Netzwerk „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern“.“

Hans Rampf, Oberbürgermeister der Stadt Landshut:

„Wir freuen uns sehr über die für die Region und die Stadt Landshut überaus positive Entscheidung. Für die wirtschaftliche Ausrichtung unserer Region ist es wichtig, weitere zukunftsweisende Wirtschaftszweige im digitalen und technologiebasierten Umfeld anzusiedeln und nachhaltig auszubauen. Durch die Digitalisierungsoffensive des Freistaates Bayern konnten wir den gemeinsamen Gedanken an ein „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern“ vertiefen. Mit den Standorten in Passau, Deggendorf und Landshut ist der Regierungsbezirk Niederbayern sehr gut abgedeckt. Jetzt sind wir den entscheidenden Schritt weiter. Die Entscheidung bestärkt uns gemeinsam in unserem Vorhaben und zeigt, dass wir – auf dem Weg in eine digitale Zukunft – auch den richtigen Weg eingeschlagen haben. Mit dem hoffentlich, nach positivem Förderbescheid, im Herbst beginnenden Bau des Digitalisierungszentrums wird ein weiterer Baustein zur Stärkung unseres Wirtschaftsraumes gelegt. Für die hervorragende gemeinsame Zusammenarbeit für das Gesamtprojekt „Digitalisierung Niederbayern“ und gegenseitige Unterstützung möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei allen bedanken.“

Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut:

„Der Erfolg beim Wettbewerb „Gründerland.Bayern“ ist ein bedeutender Schritt zur weiteren Etablierung Niederbayerns als Technologie- und Innovationsstandort. Gerade wir in der Region Landshut versprechen uns davon eine noch bessere Verzahnung der regionalen Wirtschaft mit dem Hochschulstandort und wollen Existenzgründern eine langfristige Perspektive im Zukunftsfeld der Digitalisierung in der Produktion bieten. Unsere bereits ansässigen Unternehmen profitieren zugleich vom Knowhow der Hochschule und die ganze Region gewinnt im Idealfall auf lange Sicht einen Wirtschaftszweig mit viel Zukunftspotential hinzu.“

Prof. Dr. Karl Stoffel, Hochschule Landshut:

„Die Hochschule Landshut ist seit Jahren mit dem IDEE-Gründerzentrum in der Gründerförderung unterwegs. Wir freuen uns, dass mit dem Gründerzentrum Niederbayern und dem Landshuter LINK e.V. Strukturen für die weitere Förderung geschaffen werden.“

Der Freistaat Bayern will sich als treibende Kraft der Digitalisierung in Deutschland etablieren. Dazu hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ein Programm zur Förderung von Gründerzentren, Netzwerkaktivitäten und Unternehmensneugründungen im Bereich Digitalisierung aufgelegt und dem Förderverfahren einen Wettbewerb der besten Ideen vorgeschaltet.

Das dem niederbayerischen Wettbewerbsbeitrag zugrunde liegende Konzept zielt auf die Errichtung beziehungsweise den Ausbau einer gemeinsamen, hochwertigen Infrastruktur für Existenzgründer im Bereich Digitalisierung, sowie die Schaffung eines tragfähigen Netzwerks mit Angeboten und Veranstaltungen rund um das Thema Digitalisierung für Gründer und etablierte Unternehmen mit Strahlkraft auf ganz Niederbayern.

Das innovative Konzept mit den beiden Komponenten Infrastruktur an drei Standorten sowie Netzwerk beinhaltet im Wesentlichen folgende Eckpunkte:

Standorte
In Passau und Landshut ist der Neubau von Gründerzentren geplant, in Deggendorf wird eine vorhanden Immobilie am Standort der ITC1, Ulrichsberger Straße, umgebaut.

Potential der drei Hochschulstandorte und der Regionen
Im Bereich der Digitalisierung existieren an den drei Hochschulen sehr große Kompetenzen und Gründungspotenziale. Das GDN ermöglicht hier, die komplementären Ausrichtungen im Bereich Digitalisierung und Unternehmertum zusammenzuführen, individuelle Initiativen zu verzahnen, den Gründergeist zu bündeln und sich schlagkräftig aufzustellen, um Voraussetzungen zu schaffen, unter denen sich international führende Unternehmen im Bereich digitale Technologien optimal entwickeln können. Aus diesen Gründen stellt das Verbundkonzept der drei Hochschulstandorte Passau, Deggendorf und Landshut die optimale Konstellation für das GDN dar.

Anbindung der drei Hochschulen an die neuen Gründerzentren
Die intensiven, bestehenden Verbindungen der drei Hochschulen untereinander, unter anderem über das gemeinsame Netzwerk INDIGO, ihr diversifiziertes Leistungs- und Veranstaltungsangebot und die geplante räumliche Nähe und Anbindung der drei GDN- Standorte werden umfassende Synergie- und Skaleneffekte entstehen lassen.

Beteiligung von Unternehmen, Kammern und Verbänden
Zahlreiche niederbayerische Unternehmen, beide Kammern (IHK, HWK) und Verbände fördern das GDN in zweierlei Form. Sie unterstützen die Netzwerkaktivitäten des Projekts entweder finanziell und/oder über eigene personelle, konzeptionelle und räumliche Ressourcen zum Beispiel bei der Planung, Bekanntmachung und Durchführung von Veranstaltungen und Angeboten.

Engagement der beteiligten Gebietskörperschaften
Die beteiligten Städte und Landkreise steuern von kommunaler Seite einen signifikanten Beitrag bei, übernehmen die Errichtung und den Betrieb der Gründerzentren an den Standorten Passau, Deggendorf und Landshut und unterstützen die Netzwerk-Aktivitäten.
Die unterschiedlichen Leistungen und Verantwortlichkeiten innerhalb des gemeinsamen Projekts werden in einem Konsortialvertrag vereinbart.

Netzwerkaktivitäten
Die Basis des Netzwerks bildet eine standortübergreifende, mit dem Fokus auf ganz Niederbayern gerichtete enge Zusammenarbeit zwischen den drei Standorten mit der Zielsetzung, Gründungsvorhaben in allen Entwicklungsstufen zu unterstützen, Erfahrungsaustausch zwischen jungen Gründern und etablierten Unternehmen anzustoßen, nachhaltiges unternehmerisches Handeln im Bereich Digitalisierung zu etablieren und partnerschaftliches Engagement zu fördern.
Die Verknüpfung des GDN mit den bereits bestehenden Gründernetzwerken InnoRivers (Passau), LINKWORK (Landshut) und ITC1 (Deggendorf) eröffnet die Möglichkeit, das digitale Gründungsgeschehen von Beginn an mit Netzwerkaktivität zu unterstützen.