6:3 Erfolg in Leipzig folgt 4:5 Niederlage gegen Feldkirchen

Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Regionalliga-Start standen für die Herren 30 des TC Thyrnau-Kellberg nicht besonders gut. Denn bereits im Winter verkündete Christian Schmeizl, dass er sich aus persönlichen Gründen vom Tennissport zurückziehen wird und nicht mehr als Spieler zur Verfügung steht. Neben dem Fehlen dieser über Jahre hinweg sowohl sportlichen als auch organisatorischen Stütze der Mannschaft steht bis auf Weiteres auch Timur Fedorov aus beruflichen Gründen nicht im Aufgebot. „Mit Christian und Timur fehlen uns zwei erfahrene Spieler, deren Lücke nicht so ohne weiteres zu schließen sein wird“, so Kapitän Hannes Wagner.

Nach zwei Jahren in der Herren-30-Bundesliga ging es zum Start der Regionalliga-Saison am Christi-Himmelfahrt-Donnerstag zum TC RC Sport Leipzig. Und es sollte trotz der weiten Anreise und dem personellen Engpass zum ersten Saisonerfolg reichen. Dabei überzeugte vor allem die „Leihgabe“ der Herren I Willi Kühberger, durch seine Erfolge in Einzel und Doppel. Beim 6:2 und 6:2 Einzel-Sieg trumpfte der Regionalligadebütant an Position 6 durch sein konstantes und nahezu fehlerloses Spiel auf. Auch Peter Miklusicak an Position 2 lies seinem Gegner durch seine gewohnt druckvollen und konstanten Grundschläge keine Chance und siegte relativ locker mit 6:4 und 6:2. Leider konnte Rainer Sitter an Position 4 beim Stande von 5:4 und 40:15 zwei Satzbälle nicht nutzen und verlor danach etwas den Faden gegen einen durchaus unorthodox-spielenden Leipziger. Die 5:7 und 2:6 Niederlage bedeutete ein 2:1 nach der ersten Einzelrunde. Da auch die zweite Einzelrunde mit 2:1 an die Thyrnauer ging, stand vor den Doppeln eine relativ beruhigende 4:2-Führung fest. Die beiden weiteren Einzelerfolge holten Radim Zitko an Position 1 und Michael Stefan an Position 5 jeweils knapp durch Ihre Erfolge im Matchtiebreak. Hannes Wagner an Position 3 hatte an diesem Tag leider das Nachsehen gegen einen starken Gegner und musste sich mit 4:6 und 2:6 geschlagen geben.

In den Doppeln machten es die Thyrnauer dann aber zunächst unerwartet spannend, denn zu Beginn lagen alle Doppel in den ersten Sätzen zurück. Kurz kamen dabei wieder Gedanken an den letztjährigen Saisonauftakt auf, bei dem man nach 4:2 nach den Einzeln alle drei Doppel verloren hatte. Am Ende behielten aber Zitko/Miklusicak und Wagner/Kühberger die Nerven und holten die Punkte 5 und 6. Daher war auch die Niederlage von Sitter/Stefan im Zweier-Doppel zu verschmerzen.

Dem 6:3-Auftakterfolg in Leipzig wollten die Thyrnauer zwei Tage später beim Heimspiel gegen den TSV Feldkirchen einen Weiteren folgen lassen um dem Saisonziel Klassenerhalt bereits nach zwei Spieltagen sehr nahe zu kommen. Dass daraus nichts wurde, liegt vor allem an der Tatsache, dass die Thyrnauer an den Positionen 3 bis 6 keinen Einzelerfolg verbuchen konnte. Am besten schlug sich hier noch Hannes Wagner an Position 3, der sich nach einer starken Vorstellung mit 6:7 (5:7) und 1:6 geschlagen geben musste. Johannes Oberneder, Rainer Sitter und Michael Stefan an den Positionen 4 bis 6 waren Ihren Gegnern leider deutlich unterlegen und verloren jeweils klar in zwei Sätzen. Hier halfen auch die zwei Erfolge von Radim Zitko an Position 1 und Peter Miklusicak an Position 2 relativ wenig, denn durch den 2:4 Zwischenstand rückte der zweite Saisonsieg in weite Ferne. Dennoch wäre ein Erfolg möglich gewesen, denn Zitko/Wagner und Miklusicak/Sitter gewannen jeweils ihre Doppel in zwei Sätzen und glichen zum zwischenzeitlichen 4:4 aus. Leider fanden Oberneder/Stefan nicht so richtig zu ihrem Spiel und gingen mit 4:6 und 4:6 als Verlierer vom Platz. Damit war die 4:5-Heimniederlage besiegelt, welche momentan den 4. Tabellenplatz bedeutet. Nächster Gegner ist die SpVgg Zolling, welche nach zwei Auftaktniederlagen durchaus unter Zugzwang steht. Bei einem Erfolg gegen die Oberbayern hätten die Thyrnauer etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Die Begegnung findet am Sonntag, 10. Juni ab 11 Uhr auf der Tennisanlage am Badeweiher statt – der Eintritt ist wie immer frei.